Das ukrainische Verteidigungsministerium hat klare Kriterien für die Gewährung einer neuen finanziellen Unterstützung für Militärangehörige in Hinterlandeinheiten festgelegt. Es handelt sich um eine Zulage in Höhe von 10.000 Hrywnja, die für eine breite Gruppe von Kämpfern zugänglich sein wird, die keine anderen größeren Kampfauszahlungen erhalten.
Wer erhält 10.000 Hrywnja
Den Informationen von RBC-Ukraine zufolge richtet sich diese Zahlung an diejenigen, die keinen Anspruch auf höhere Vergütungen in Höhe von 30.000, 50.000 oder 100.000 Hrywnja haben. Eine wichtige Klarstellung war, dass das Vorhandensein oder Fehlen eines unterzeichneten Vertrags keinen Einfluss auf den Erhalt dieser Hilfe hat. Das bedeutet, dass der Status des Militärangehörigen in dieser Hinsicht kein einschränkender Faktor ist.
Auch das Verteidigungsministerium hat die Situation mit der Überschneidung von Zahlungen geklärt: Wenn ein Militärangehöriger Anspruch auf mehrere Arten von zusätzlichen Entschädigungen hat, wird ihm nur eine gutgeschrieben – die höchste davon. Auf diese Weise schließt das System die Doppelung von Vergünstigungen aus.
Zahlungsplan und Ausnahmen
Die erste Zahlung für Juni wird den Kämpfern gleichzeitig mit den übrigen Vergütungen für diesen Zeitraum überwiesen. Das Ministerium hat jedoch auch Fälle festgelegt, in denen die „Hinterland-Zulage“ nicht gutgeschrieben wird. Diese Ausnahmen betreffen Situationen, in denen der Militärangehörige bereits andere Arten von Entschädigungen erhält, die diese Zulage übersteigen oder ihr entsprechen.
Neue Verträge und Gehaltssteigerungen
Parallel zur Einführung der neuen Zulage hat das Verteidigungsministerium drei neue Vertragsarten für Militärangehörige vorgestellt: Basis-, Kampfs- und Infanterie-Sturmvertrag. Für diejenigen, die Infanterie-Sturmposten besetzen, kann das Gehalt bis zu 460.000 Hrywnja pro Monat betragen. Dieser Betrag umfasst ein Grundgehalt von 20.000 Hrywnja sowie zusätzliche Zahlungen nach dem System „10/20/40“.
Die neuen Verträge sehen nicht nur hohe Gehälter vor, sondern auch zusätzliche Vergütungen für die erfolgreiche Erfüllung von Kampfaufgaben, eine Einmalzahlung nach der ersten Vertragsunterzeichnung sowie ein jährliches Gesundheitsbeihilfe. Darüber hinaus wurden spezielle Zahlungen für die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte und die Gefangennahme russischer Besatzer eingeführt.
Rechtsgrundlage
Am 22. Juni unterzeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Gesetz über Änderungen im Staatshaushalt, das eine Erhöhung des Gehalts der ukrainischen Militärangehörigen vorsieht. Diese Entscheidung war Teil einer umfassenden Maßnahme zur Unterstützung der Armee und zur Steigerung der Motivation des Personals.