In der Nacht auf den 29. Juni wurde die Ukraine von einem massiven Luftangriff heimgesucht. Die russische Seite feuerte 108 unbemannte Fluggeräte verschiedener Typen auf das Staatsgebiet ab. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf offizielle Daten der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte.

Verlauf der Luftschlacht

Der massierte Angriff begann um 18:00 Uhr am 28. Juni. Im Arsenal des Gegners befanden sich Kampfdrohnen der Typen Shahed, „Herber“ und „Italmas“ sowie Drohnen-Imitatoren des Typs „Parodia“, die dazu dienten, die Luftverteidigungssysteme abzulenken.

Die Landesverteidigung wurde von allen verfügbaren Kräften aufrechterhalten: Luftwaffe, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung (RЭB) und mobile Feuergruppen der Verteidigungskräfte. Bis 08:00 Uhr am 29. Juni gelang es den ukrainischen Truppen, 82 feindliche Drohnen abzuschießen und zu unterdrücken. Die Kämpfe fanden im Norden, Süden und Osten des Landes statt.

Die Luftstreitkräfte betonten, dass die Gefahr weiterhin besteht: „Der Angriff geht weiter, im Luftraum befinden sich mehrere feindliche UAVs. Bitte befolgen Sie die Sicherheitsvorschriften.“

Kontext der Eskalation

Der nächtliche Drohnenangriff war die Fortsetzung einer Serie von Angriffen, die von russischen Truppen in den vorangegangenen Tagen verübt wurden. In der Nacht auf den 28. Juni wurden zwei Seezielflugkörper „Zirkon“ oder „Oniks“ aus der Region Kursk sowie sechs ballistische Raketen „Iskander-M“ oder S-400 aus der Region Brjansk auf die Ukraine abgefeuert.

Besonders tragisch waren die Ereignisse in der Oblast Charkiw. Gegen 18:35 Uhr griffen russische Truppen mit dem Mehrfachraketenwerfer „Tornado-S“ den Rajon Tschihiw an, wo sich Urlauber aufhielten. Bei dem Angriff kam eine 54-jährige Frau ums Leben, acht Personen wurden verletzt, darunter ein 10-jähriges Mädchen und ein 16-jähriger Jugendlicher.

Auch auf Saporischschja wurde ein massiver Luftangriff verübt. Infolge des Angriffs wurden mehr als ein Dutzend Zivilisten verletzt. Rettungskräfte arbeiteten in zerstörten Häusern und suchten nach Menschen unter den Trümmern.