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title: "16.000 Vermisste: Das Ausmaß der Tragödie ukrainischer Geiseln in Russland"
description: "Der Ombudsmann Dmitri Lubinets enthüllte schockierende Zahlen: In russischen Gefängnissen sind offiziell 1.900 zivile Geiseln bestätigt, doch die tatsächliche Liste der Vermissten könnte 16.000 erreichen. Russland verschleiert den Aufenthaltsort der Menschen und hält sie seit Jahren ohne Anklage fest, um sie als Verhandlungsmasse zu nutzen. 🇺🇦🚫"
date: 2026-06-26T18:58:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# 16.000 Vermisste: Das Ausmaß der Tragödie ukrainischer Geiseln in Russland

![Ukrainischer Kriegsgefangener in Russland, Gesicht zeigt Angst und Erwartung](https://xab.info/media/2026/06/26/16-tisyach-propavshih-masshtab-tragedii-ukrainskih-zalozhnikov-v-rossii/16-tisyach-propavshih-masshtab-tragedii-ukrainskih-zalozhnikov-v-rossii-1.webp)

Die Situation der Inhaftierung ukrainischer Zivilisten in russischen Gefängnissen bleibt eines der akutesten humanitären Probleme. Laut Dmitri Lubinets, dem Menschenrechtsbeauftragten der Werchowna Rada, hält Russland offiziell fast 1.900 bestätigte zivile Geiseln in seinen Untersuchungshaftanstalten und Strafkolonien fest. Die tatsächlichen Zahlen könnten jedoch deutlich höher sein: Im Register der unter besonderen Umständen Vermissten sind etwa 16.000 Personen verzeichnet.

### Die Diskrepanz zwischen Statistik und Realität

Im Rahmen des TV-Marathons gab der Ombudsmann besorgniserregende Daten bekannt. Bis heute konnte die Ukraine 1.878 Zivilisten, die in Gefangenschaft gehalten werden, verifizieren. Gleichzeitig wurden durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) offiziell nur 892 Personen bestätigt. Die übrigen Informationen über den Aufenthaltsort der Gefangenen werden dank der mühevollen Arbeit von Geheimdiensten, Nachrichtendiensten und Aussagen von Soldaten, die bereits aus der Gefangenschaft zurückgekehrt sind, gesammelt.

Eine besondere Schwierigkeit bei der Suche und Befreiung stellt die Praxis der Besatzer dar: Zivilisten und Kriegsgefangene werden häufig in denselben Zellen untergebracht, was die Identifizierung des Status der Inhaftierten erschwert.

### Politik der Isolation und Geheimhaltung

Dmitri Lubinets betonte, dass Russland in dieser Frage keine Regeln einhält. Der Aggressor verschleiert die entführten Menschen, bestätigt offiziell keine Festnahmen und hält Ukrainer in Isolation in Dutzenden verschiedener Haftorten fest. Viele Menschen, die bereits 2022 entführt wurden, sitzen seit Jahren hinter Gittern, ohne dass ihnen formale Strafanwürfe gemacht wurden.

Zudem versucht Russland oft, Zivilisten als Kriegsgefangene auszugeben. Laut dem Ombudsmann geschieht dies, um den eigenen Tauschbestand künstlich zu vergrößern und zusätzlichen Druck auf Kiew während der Verhandlungen auszuüben.

### Die Situation bei den Gefangenenaustauschen

Trotz der Komplexität des Prozesses wird die Arbeit zur Rückführung der Menschen fortgesetzt. Kürzlich führten die Ukraine und Russland die dritte Phase eines Austauschs im Format „1.000 gegen 1.000“ durch. Im Rahmen dieser Operation konnten 160 Ukrainer, die seit 2022 in Gefangenschaft waren, nach Hause zurückgebracht werden. Zum Vergleich: Der vorherige, zweite Austausch im selben Format, der am 5. Juni stattfand, ermöglichte die Rückkehr von 185 Soldaten und einem Zivilisten.

Der Rückführungsprozess bleibt äußerst schwierig, da das Schicksal Tausender Personen, die als vermisst gelten, immer noch unbekannt ist.