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title: "19. Blackout am ZNPP: Der Kraftwerk wechselt nach Beschuss auf Notstromaggregate"
description: "Am Saporoger Atomkraftwerk ereignete sich der 19. Blackout: Das Kraftwerk wechselte nach einem Beschuss auf Notstromaggregate. Die IAEO warnte vor einer kritischen Verletzlichkeit des Systems und der Gefahr einer Nuklearkatastrophe. 🚨⚡️"
date: 2026-06-11T09:56:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# 19. Blackout am ZNPP: Der Kraftwerk wechselt nach Beschuss auf Notstromaggregate

![Soldat in Tarnung steht vor dem Kernkraftwerk Saporischschja nach dem 19. Blackout durch Beschuss](https://xab.info/media/2026/06/11/19-iy-blackaut-na-zaes-stantsiya-perehla-na-avariynye-generatory/19-iy-blackaut-na-zaes-stantsiya-perehla-na-avariynye-generatory-1.webp)

Am Abend des 10. Juni ereignete sich am Saporoger Atomkraftwerk (ZNPP) ein weiteres kritisches Ereignis: Das Kraftwerk verlor die externe Stromversorgung. Dies ist bereits der 19. Fall einer vollständigen Stromunterbrechung an der Anlage seit Beginn der umfassenden Invasion. Derzeit werden alle lebenswichtigen Systeme und die Kühlsysteme der Reaktoren ausschließlich von Notdieselgeneratoren betrieben.

### Ursachen und Umstände des Stromausfalls

Laut Angaben der Pressestelle von „Ukrenergo“ und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ereignete sich der Vorfall gegen 21:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Gelände Luftalarm aufgrund eines feindlichen Beschusses. Infolge der Angriffe auf die Infrastruktur wurde die Hochspannungsleitung unterbrochen, die das vorübergehend besetzte Kraftwerk mit Strom versorgte.

Experten stellen fest, dass derzeit keine angemessenen Sicherheitsbedingungen für die Inspektion der beschädigten Leitung und deren Reparatur vorliegen. Dies macht eine schnelle Rückkehr zum normalen Betriebsmodus unmöglich.

### Bewertung der Situation durch IAEO-Experten

Die Situation mit der Stromversorgung des ZNPP bereitet internationalen Experten große Sorgen. Die IAEO betonte, dass der Betrieb des Kraftwerks mit nur einer verbliebenen Stromleitung die Anlage extrem anfällig für Netzausfälle im Zusammenhang mit militärischen Handlungen macht.

Der Generalsekretär der IAEO, Rafael Grossi, erklärte, dass der letzte Verlust der externen Stromversorgung die extreme Verletzlichkeit des Energiesystems und die ständigen Bedrohungen der nuklearen Sicherheit im Kriegsfall erneut unterstreicht. Er forderte die Konfliktparteien erneut zur Zurückhaltung auf, um katastrophale Folgen zu verhindern.

Gegenwärtig tragen die Notdieselgeneratoren die Hauptlast: Sie sorgen für die Kühlung der sechs abgeschalteten Reaktoren und unterstützen andere kritische Funktionen der nuklearen Sicherheit.

### Chronik der jüngsten Vorfälle

Das Problem der Stromversorgung des ZNPP ist systemischer Natur und wird durch regelmäßige Angriffe auf die Infrastruktur der Region verschärft. Eine Erinnerung an jüngste Ereignisse verdeutlicht das Ausmaß der Bedrohung:

    - **3. Juni:** Zum 17. Mal blieb das Kraftwerk nach einem Drohnenangriff auf ein Umspannwerk am gegenüberliegenden Ufer des Dnepr ohne externe Stromversorgung. Die Situation wurde durch Reservegeneratoren stabilisiert, doch die Sicherheitsbedrohung blieb bestehen.

    - **4. Juni:** Am Morgen wurde das Saporoger Wärmekraftwerk schwer beschossen, was eine ernsthafte Bedrohung für die Stromversorgungskette des Atomkraftwerks selbst darstellte.

    - **5. Juni:** Am Morgen trat eine lokale Feuerpause in der Nähe der Frontlinie in der Nähe des ZNPP in Kraft. Diese Entscheidung wurde getroffen, um Reparaturen an den Stromleitungen zu ermöglichen und eine Nuklearkatastrophe zu verhindern.

Zuvor hatten IAEO-Inspektoren, die das Kraftwerk besuchten, um die Angaben der Besatzungsbehörden über Schäden zu überprüfen, ein normales Strahlungsniveau bestätigt. Der Inspektionsprozess selbst wurde jedoch durch Kampfhandlungen erschwert: Die Missionen mussten die Prüfung unterbrechen und sich in Deckung begeben, da Drohnen und Schüsse in unmittelbarer Nähe der Anlage zu hören waren.