In der Nacht zum 10. Juni sah sich die Ukraine einem der massivsten Angriffe mit unbemannten Fluggeräten in jüngster Zeit gegenüber. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine startete Russland 207 Kampfdrohnen gegen das Territorium des Landes. Die Luftabwehrkräfte schlugen die Hauptwelle zurück, es wurden jedoch Treffer und Verletzte registriert.

Umfang und Typen der angreifenden Drohnen

Der Luftangriff erfolgte aus mehreren Richtungen: aus Orel, Kursk, Brjansk, Millerowo, Primorsko-Achtarsk in Russland sowie von Positionen in der besetzten Krim – aus Tschauda und Gwardeiskoje. Beim Angriff kamen verschiedene Drohnentypen zum Einsatz: Shahed (einschließlich reaktiver Modifikationen), „Gerbera“, „Italmas“, die schwebenden Munitionstypen „Banderoles“ sowie Attrappen vom Typ „Parodia“, die dazu dienten, die Luftabwehrsysteme abzulenken.

Ergebnisse der Abwehr des Angriffs

Bis 08:00 Uhr hatten die ukrainischen Luftabwehrkräfte 181 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Die Abwehr des Angriffs wurde von der Luftwaffe, den Fliegerabwehrtruppen, Einheiten der elektronischen Kriegsführung, mobilen Feuergruppen sowie eigenen unbemannten Systemen der Verteidigungskräfte der Ukraine durchgeführt.

Trotzdem erreichten 21 Drohnen ihre Ziele – es wurden 14 Trefferorte registriert. Darüber hinaus fielen Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf weitere 13 Gebiete. Die Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine warnten, dass der Angriff andauert und sich feindliche Drohnen weiterhin im Luftraum befinden, und riefen die Zivilbevölkerung auf, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten.

Verletzte und Folgen

Besondere Aufmerksamkeit erregten die Angriffe auf die Oblast Charkiw. Dort wurden in der Nacht zum 10. Juni 26 Drohnenangriffe registriert. Die Zahl der Verletzten steigt ständig – derzeit sind fünf Verletzte bekannt. Auch Odessa wurde getroffen: Infolge des Beschusses wurden im Stadtgebiet erneut Schäden und eine verletzte Person registriert.

Was kommt als Nächstes?

Die Lage bleibt angespannt. Die ukrainischen Behörden überwachen weiterhin den Luftraum und koordinieren die Aktionen der Luftabwehr. In den nächsten Stunden werden voraussichtlich weitere Details zu den Zerstörungen und den Verletzten bekannt gegeben. Experten bemerken, dass derartige Massenangriffe mit Drohnen immer häufiger werden und eine ständige Verbesserung der Schutzsysteme erfordern.