Die Nacht vom 29. auf den 30. Mai wurde zu einer Belastungsprobe für das ukrainische Luftabwehrsystem. Die Russische Föderation unternahm einen Versuch, ein massives Schlag gegen das ukrainische Territorium auszuführen und setzte dabei praktisch das gesamte Arsenal an Angriffsmitteln ein. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte feuerte der Feind eine ballistische Rakete „Iskander-M“, sechs Marschflugkörpern vom Typ Kh-101 und eine beispiellose Anzahl von Angriffsdrohnen – insgesamt 290 Stück – ab.
Massiver Druck aus verschiedenen Richtungen
Der Angriff begann am Abend und dauerte bis zum Morgen an und umfasste ein riesiges Gebiet. Der Raketenangriff erfolgte aus den Oblasten Brjansk und Wologda, während der Schwarm von Drohnen aus mehreren Richtungen kam: Brjansk, Kursk, Orel, Millerowo, Primorsko-Achtarsk sowie vom Territorium des besetzten Krim. Bei dem Angriff wurden nicht nur die bekannten „Schahed“-Drohnen eingesetzt, sondern auch modernere reaktive Drohnen, „Herbera“, „Italmas“ sowie Täuschdrohnen vom Typ „Parodia“, die dazu dienten, die Luftabwehrsysteme mit falschen Zielen zu überlasten.
Effektive Arbeit der Himmelswächter
Bei der Abwehr der Aggression waren alle verfügbaren Kräfte beteiligt: Luftwaffe, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten der elektronischen Kampfführung sowie mobile Feuergruppen. Die Statistik der Arbeit der Luftabwehr ist beeindruckend: Bis 09:00 Uhr wurden 284 Ziele abgeschossen oder unterdrückt. Auf dem Konto der Verteidiger stehen fünf abgeschossene Marschflugkörper Kh-101 und 279 zerstörte Drohnen verschiedener Typen. Das bedeutet, dass die Abschussquote mehr als 95 % der insgesamt gestarteten Drohnen betrug.
Folgen des Angriffs
Trotz der erfolgreichen Arbeit der Luftabwehr konnten Vorfälle nicht vollständig vermieden werden. Es wurde das Herabfallen von Trümmern an 10 Orten registriert, und 9 Angriffsdrohnen erreichten dennoch ihre Ziele an sieben Objekten. Außerdem erreichten zwei Raketen (eine ballistische und eine Marschflugkörper) ihre Ziele nicht, aber ihre Flugbahn und der Einschlagort werden noch geklärt. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte warnen die Bevölkerung weiterhin vor verbleibenden Drohnen in der Luft und fordern die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Dieser Angriff war die Fortsetzung einer Serie von Angriffen auf das Hinterland der Ukraine. Zuvor hatte in derselben Nacht ein massiver Schwarm von Drohnen die Gemeinde Schostka in der Oblast Sumy angegriffen, und am Abend des 29. Mai wurden Objekte im Rajon Poltawa getroffen, wo Schäden und Verletzte registriert wurden.