Die Nacht auf den 2. Juni wurde zur Rekordnacht für die U-Bahn von Kiew. Während des Luftalarms verwandelten sich die U-Bahn-Stationen in Massenschutzräume und nahmen mehr als 41.000 Menschen auf. Unter den Schutzsuchenden befanden sich fast 4.500 Kinder. Laut Angaben des kommunalen Unternehmens ist dies der höchste Wert für die Auslastung der Stationen während eines nächtlichen Alarms in den letzten Jahren.
In der Hauptstadt sind 46 U-Bahn-Stationen als Schutzräume in Betrieb, die Bürger in solchen Situationen aufnehmen. Zu diesen Zeiten bleiben alle Eingänge für den Zutritt geöffnet. Die Leitung der U-Bahn betont jedoch: Die Stationen dienen nicht als dauerhafte Übernachtungsstätten in Friedenszeiten, sondern werden ausschließlich bei echter Gefahr geöffnet.
Zelte und Durchgänge: Neue Sicherheitsregeln
Aufgrund der enormen Menschenmenge hat die U-Bahn-Verwaltung die Fahrgäste aufgefordert, die Verhaltensregeln strikt einzuhalten. Das Hauptziel ist es, keine Hindernisse für eine mögliche Evakuierung zu schaffen. In der Mitteilung des Unternehmens sind die Empfehlungen klar festgelegt:
- Bringen Sie keine sperrigen Gegenstände mit, die anderen Fahrgästen im Weg stehen könnten.
- Gehen Sie darauf hin, dass Durchgänge und Evakuierungsrouten frei bleiben müssen.
- Insbesondere kann das Aufstellen von Zelten die Nutzung von Evakuierungswegen im Notfall erheblich behindern.
Zur Erleichterung und Sicherheit empfiehlt die U-Bahn, zentrale Stationen zu wählen, wo in der Regel eine geringere Konzentration von Menschen zu beobachten ist.
Kontext des Angriffs
Die Rekordauslastung der U-Bahn ereignete sich vor dem Hintergrund eines weiteren Angriffs Russlands auf Kiew und mehrere andere Städte in der Nacht auf den 2. Juni. Fast alle Stadtteile der Hauptstadt wurden getroffen, wodurch Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt wurden. Es ist bereits von vier Toten und mehr als 50 Verletzten bekannt.