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title: "„Mit Technologie kämpfen, um Menschen zu retten\": Wie das 7. Korps der DShV ein Modell des technologischen Krieges aufbaut"
description: "Der Leiter des Innovationszentrums des 7. Korps der DShV, Major Ihor Bohdan, hat das Modell des technologischen Krieges aufgezeigt: fünf Prinzipien, die Projekte StabX, Dron Cell, LTE „Jadro“ und der bodengebundene Roboter „Kwadro“ – alles für eines: den Menschen aus der Risikozone herauszunehmen."
date: 2026-09-04T14:28:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/7-korps-dshv-technologischer-krieg-roboter-drohnen
tags: [ukraine-war, dshv, military-technology, drones, robotics, ground-forces, innovation]
publisher: "XAB.info"
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# „Mit Technologie kämpfen, um Menschen zu retten": Wie das 7. Korps der DShV ein Modell des technologischen Krieges aufbaut

![Soldaten des 7. Korps DShV bei einer taktischen Operation mit unbemannten Plattformen und Panzerabwehrraketen in einem offenen Feld](https://xab.info/media/2026/09/04/7-korpus-dshv-tekhnologicheskaya-voyna-roboty-drony/7-korpus-dshv-tekhnologicheskaya-voyna-roboty-drony-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das 7. Korps der DShV hat ein Modell des technologischen Krieges nach dem Zyklus aufgebaut: Sensor – Information – Entscheidung – Zerstörung – Analyse – Modernisierung
- Fünf Prinzipien: Massenverwendung, Dezentralisierung, Integration, Anpassung und Herausnahme des Menschen aus der Risikozone
- Das Innovationszentrum entwickelt StabX, Cyclops, Dron Cell, LTE „Jadro“, Mesh-Netzwerk, Ubrain und den bodengebundenen Roboter „Kwadro“
- Der Hauptvorteil – die Geschwindigkeit der Iterationen, nicht eine einzelne Waffe

Unter den Bedingungen eines sich hinziehenden Konflikts, bei dem der Verlust von Personal zum entscheidenden Faktor für die Nachhaltigkeit einer Armee wird, übertragen ukrainische Militärs zunehmend routinemäßige und die gefährlichsten Aufgaben auf Maschinen. Dies erklärte Major Ihor Bohdan, Leiter des Innovations- und Technologiezentrums des 7. Schnellreaktionskorps der DShV, in einer neuen Kolumne für LB.ua. Nach seinen Worten hat das Korps ein klares Modell des technologischen Krieges aufgebaut, in dem der Mensch maximal aus der Zone des direkten Risiks herausgenommen und der Kampfvorgang auf einen geschlossenen Zyklus gestützt wird: Sensor – Information – Entscheidung – Zerstörung – Analyse – Modernisierung. Genau diese Logik, so Bohdan, bestimmt die tägliche Arbeit der Einheiten des Korps an der Front.

### Fünf Prinzipien, auf denen der „technologische Krieg“ ruht

Bohdan nennt fünf Grundprinzipien, auf denen die Kampfarbeit des 7. Korps der DShV aufbaut: die Massenverwendung technischer Mittel, die Dezentralisierung der Führung, die Integration heterogener Plattformen in ein einheitliches System, die ständige Anpassung an die Taktik des Gegners und – was grundsätzlich wichtig ist – die maximale Herausnahme des Menschen aus der Risikozone. „Jede Aufgabe, die man einer Maschine, einem Sensor, einem UAV oder einem bodengebundenen roboterisierten Komplex übertragen kann, sollten wir versuchen, einer Maschine zu übertragen. Technologie ist in erster Weise ein Mittel, um den Soldaten zu erhalten“, betonte der Major. Dieser Ansatz verwandelt den technologischen Vorsprung aus einem abstrakten Indikator in ein konkretes Instrument zur Senkung der Verluste.

### Von StabX bis „Jadro“: Das Arsenal der Projekte des Innovationszentrums

Gegenwärtig arbeitet das Innovations- und Technologiezentrum des 7. Korps an einer Reihe von Projekten, von denen jedes eine konkrete Schwachstelle des Kampfvorgangs abdeckt. Darunter sind die Systeme der visuellen Positionierung StabX und Cyclops, die es Drohnen ermöglichen, in einer komplexen Navigationsumgebung zu arbeiten, in der das GPS-Signal unterdrückt oder verzerrt sein kann. Das System Dron Cell zielt darauf ab, die Flugzeit und Reichweite von FPV-Drohnen zu erhöhen, was für die Zerstörung von Zielen auf entfernten Linien von entscheidender Bedeutung ist. Besonders hervorgehoben werden die Kommunikationsprojekte: das LTE-Netz „Jadro“ und das Mesh-Netzwerk, die verschiedene Plattformen in eine einheitliche Informationsumgebung integrieren, sowie das Forschungsprojekt Ubrain. Im Grunde geht es um die Schaffung eines „digitalen Gerüsts“, innerhalb dessen jedes Element – von der Drohne bis zum Radar – Daten erhält und diese weiterleitet, ohne Geschwindigkeit und Genauigkeit zu verlieren.

### „Kwadro“: der bodengebundene Roboter, der auf dem Foto zu sehen ist

Zu den anschaulichsten Entwicklungen zählte Bohdan den bodengebundenen roboterisierten Komplex „Kwadro“. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist eine vierrädrige Plattform in Olivgrün zu sehen, auf der eine Waffe – ein Maschinengewehr oder ein leichtes Geschütz – unter einem gepanzerten Schutzgehäuse montiert ist. Nach Angaben des Militärs ist „Kwadro“ eine „gewöhnliche Plattform, die wir in eine ferngesteuerte umwandeln und schrittweise in das allgemeine Kommunikationssystem integrieren“. Auf den Fotos sind auch Soldaten des Korps in Tarnuniform mit den Schulterabzeichen der AFU zu sehen, bewaffnet mit Gewehren und mit taktischen Helmen mit Navigationsmodulen ausgestattet. Sie begleiten die roboterisierten Komplexe im Feld und demonstrieren ein hybrides Modell, in dem Mensch und Maschine als eine einzige Kampfeinheit agieren.

### Der Hauptvorteil – nicht das Material, sondern die Geschwindigkeit der Iterationen

Gleichzeitig, wie Bohdan betont, besteht der wichtigste technologische Vorteil des 7. Korps nicht in einer einzelnen Drohne, einem Radar oder einem Roboter, sondern in der Fähigkeit, schneller als der Gegner Lösungen zu finden, sie unter Kampfbedingungen zu erproben, zu modernisieren und zu skalieren. „Unser Ziel ist einfach: mit Technologie kämpfen, um Menschen so weit wie möglich zu erhalten“, fasste der Leiter des Innovationszentrums zusammen. Diese Formulierung spiegelt einen Paradigmenwechsel wider: Die Effektivität wird nicht an der Menge der Technik im Lager gemessen, sondern an der Geschwindigkeit des Zyklus „entdeckt – entschieden – zerstört – analysiert – verbessert“. Im Kontext der Aussagen des stellvertretenden Parlamentsprechers Konstantin Kondratjuk, dass das 7. Korps der DShV „so aussieht, wie eine moderne Armee der Ukraine aussehen sollte“, erhält der Ansatz des Korps nicht nur taktische, sondern auch strategische Bedeutung als Orientierung für die gesamte AFU.

### Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Fakten und Zahlen festgestellt. Die Kolumne Bohdans für LB.ua (veröffentlicht am 2. September 2026) und der Bericht von RBC-Ukraine (Verweis auf denselben Artikel) enthalten identische Inhalte. Der einzige Vorbehalt: In der Kolumne wird „Kwadro“ als „gewöhnliche Plattform“ beschrieben, was beim Leser den Eindruck eines Serienprodukts erwecken könnte, während auf den Aufnahmen zu sehen ist, dass der Komplex in der Phase der Weiterentwicklung und Integration in das allgemeine Kommunikationssystem befindet. Somit geht die öffentliche Präsentation etwas der tatsächlichen Bereitschaft der Plattform für den Serienbetrieb voraus, obwohl die Tatsache ihres Kampfeinsatzes bestätigt wird.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Autonome UAVs und Mesh-Netzwerke: Wie das 7. Korps der DShV den Ansatz der Kampfführung verändert](https://www.rbc.ua/ukr/news/avtonomni-bpla-ta-mesh-merezhi-k-ukrayinski-1788529817.html) - Пересказ колонки Богдана, совпадает по всем ключевым тезисам и перечню проектов
- [Mit Technologie kämpfen: Wie das 7. Korps der DShV den Ansatz der Kampfhandlungen verändert und welche Entwicklungen ...](https://lb.ua/society/2026/09/02/762954_voyuvati_tehnologiyami_yak_7.html) - Первоисточник — колонка майора Богдана от 02.09.2026, все цитаты и названия проектов подтверждены
- [Das 7. Korps der DShV verwendete erstmals Exoskelette unter Kampfbedingungen: fantastische Aufnahmen (Video)](https://focus.ua/voennye-novosti/747869-vsu-i-tehnologii-7-koppus-ispolzuet-ekzoskelet-v-boyah-video) - Дополнительный контекст: 7-й корпус активно внедряет новые технологии в бою, что согласуется с общей темой
- [Das 7. Korps der DShV sieht so aus, wie eine moderne Armee der Ukraine aussehen sollte, – stellvertretender Sprecher Kondratjuk](https://www.unian.net/society/7-korpus-dshv-vyglyadit-tak-kak-dolzhna-vyglyadet-sovremennaya-armiya-ukrainy-vicespiker-kondratyuk-13446216.html) - Публичная оценка роли корпуса на уровне руководства ВР, усиливает стратегический контекст статьи

## ❓ FAQ

### Q: Was ist das Modell „Sensor – Information – Entscheidung – Zerstörung – Analyse – Modernisierung“?
**A:** Dies ist ein geschlossener Zyklus des Kampfvorgangs, der nach Worten Majors Bohdan die Grundlage der Arbeit des 7. Korps der DShV bildet. Zuerst sammeln Sensoren (Drohnen, Radare, Roboter) Daten, dann wird die Information verarbeitet und eine Entscheidung getroffen, anschließend wird die Zerstörung ausgeführt, die Ergebnisse werden analysiert und das System modernisiert.

### Q: Was ist „Kwadro“ und wie sieht es aus?
**A:** „Kwadro“ ist ein bodengebundener roboterisierter Komplex, der eine vierrädrige Plattform mit montierter Waffe (Maschinengewehr oder leichtes Geschütz) darstellt. Nach Worten Bohdans ist es eine umgewandelte „gewöhnliche Plattform“, die ferngesteuert wird und in das allgemeine Kommunikationssystem des Korps integriert wird.

### Q: Welche Kommunikationsprojekte entwickelt das Innovationszentrum des 7. Korps?
**A:** Zu den Kommunikationsprojekten gehören das LTE-Netz „Jadro“ und das Mesh-Netzwerk. Ersteres stellt eine hochgeschwindigkeitsfähige Kommunikation sicher, zweiteres verbindet heterogene Plattformen (Drohnen, Roboter, Radare) in eine einheitliche Informationsumgebung ohne Abhängigkeit von einem einzigen Knoten.

### Q: Was ist nach Einschätzung Bohdans der wichtigste technologische Vorteil des 7. Korps?
**A:** Bohdan behauptet, dass der entscheidende Vorteil nicht eine einzelne Drohne, ein Radar oder ein Roboter ist, sondern die Fähigkeit, schneller als der Gegner Lösungen zu finden, sie im Kampf zu erproben, zu modernisieren und zu skalieren. Das heißt, die Geschwindigkeit des Iterationszyklus ist wichtiger als ein einzelnes Produkt.