Die ukrainische Regierung hat eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen, um die soziale Unterstützung für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu stärken. Das Kabinett der Minister hat nicht nur die Fristen für Zahlungen an Einrichtungen verlängert, die Vertriebene ohne Papiere aufnehmen, sondern auch erhebliche Mittel für die Wohnraumversorgung von Familienkinderheimen bereitgestellt.

Verlängerung der Kompensationsfristen für VVP

Eine der Schlüsselentscheidungen war die Verlängerung der Frist für die Gewährung von Kompensationen an Einrichtungen, die intern Vertriebene (VVP) unterbringen. Diese Maßnahme betrifft diejenigen, die infolge von Kampfhandlungen ihre Dokumente verloren haben. Wie die Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko betonte, ist sich die Regierung der Komplexität der Situation bewusst und strebt danach, Unterstützung für diejenigen zu gewährleisten, die sich in der schutzlosesten Lage befinden.

Bisher endete am 1. Juni 2026 die Frist für die Einreichung von Anträgen auf Wohnbeihilfen für bestimmte Kategorien von Vertriebenen. Viele könnten die Möglichkeit verpasst haben, Zahlungen für vergangene Monate zu erhalten, insbesondere Kinder und nicht arbeitsfähige Bürger, die schnell handeln mussten.

833 Millionen Hrywnja für Wohnraum für Familienkinderheime

Parallel dazu hat die Regierung die Verfahren und Bedingungen für die Gewährung von Subventionen aus dem Staatshaushalt zur Wohnraumversorgung von Familienkinderheimen (FKH) genehmigt. Im Staatshaushalt für 2026 sind dafür 833 Millionen Hrywnja eingeplant.

Die finanzielle Hilfe wird in erster Linie auf die Unterstützung der am stärksten gefährdeten Familienkategorien gerichtet sein. Priorität bei der Mittelverteilung erhalten Familien, die:

  • aufgrund des Krieges gezwungenermaßen evakuiert wurden;
  • ihren eigenen Hausbesitz vollständig verloren haben;
  • derzeit aus dem Ausland nach Ukraine zurückkehren.

Neue Phase des Programms „eWidnowlennja“

Ab dem 1. Mai 2026 startete in der Ukraine eine neue Phase des staatlichen Programms „eWidnowlennja“ für intern Vertriebene, deren Immobilien auf vorübergehend besetzten Gebieten verblieben sind.

Insgesamt haben ukrainische Verteidiger mit dem Status UBD und Personen mit Kriegsbehinderung die Möglichkeit erhalten, Mittel für den Erwerb neuer Wohnungen über die App „Diia“ zu reservieren. Für die Finanzierung dieses Teils hat die Regierung 6,6 Milliarden Hrywnja bereitgestellt, was es ermöglichen wird, etwa 3.300 Familien mit Wohnraum zu versorgen.

Der Betrag eines einzelnen Wohnraum-Gutscheins beträgt 2 Millionen Hrywnja und kann innerhalb von 5 Jahren genutzt werden. Diese Entscheidung eröffnet neue Möglichkeiten für diejenigen, die infolge von Kampfhandlungen ihre Wohnungen verloren haben und einen stabilen Lebensraum benötigen.

Was bedeutet das für die Bürger?

Die getroffenen Maßnahmen zeigen den Willen des Staates, das System der sozialen Unterstützung an die aktuellen Realitäten anzupassen. Die Verlängerung der Kompensationsfristen, die Bereitstellung von Mitteln für den Wohnraum von Familienkinderheimen und der Start der neuen Phase des Programms „eWidnowlennja“ – all dies zielt darauf ab, Menschen zu helfen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden.

Für diejenigen, die die Möglichkeit, Hilfe zu erhalten, noch nicht genutzt haben, ist es wichtig, die offiziellen Informationsquellen genau zu verfolgen und schnell zu handeln, um die Chance auf Unterstützung nicht zu verpassen.