Am Freitag, dem 3. Juli, werden in der Ukraine keine geplanten Stromabschaltungen durchgeführt. Dies meldet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung von „Ukrenergo“. Das Fehlen erzwungener Stromausfälle bedeutet jedoch nicht, dass die Belastung des Netzes normalisiert ist.
Trotz der ermutigenden Prognose werden alle Verbraucher aufgefordert, die Nutzung leistungsstarker Elektrogeräte auf die Tageszeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr zu verlegen. In diesem Zeitraum arbeiten industrielle Solaranlagen am effizientesten und versorgen das Netz mit zusätzlicher Energie.
Warum Strom am Abend gespart werden muss
Gleichzeitig sollte die Nutzung leistungsstarker Elektrogeräte in den Abendstunden – von 16:00 bis 23:00 Uhr – streng eingeschränkt werden. In diesem Zeitraum steigt die Belastung des Energiesystems traditionell an, was Risiken für die Netzstabilität birgt.
Die Einführung dieser Empfehlungen ist eine Folge des starken Anstiegs des Stromverbrauchs aufgrund einer anomalen Hitzeperiode, die das gesamte Land erfasst hat. Der intensive Einsatz von Klimaanlagen hat die Belastung des Energiesystems um mindestens 25 % erhöht.
Risikofaktoren: Von Hitze bis Zerstörung
Die Situation wird durch eine Kombination technischer und externer Probleme verschärft. Die Einführung von Beschränkungen wurde beeinflusst durch:
- Geplante Wartungsarbeiten an Infrastrukturobjekten;
- Die Wiederherstellung der Netze nach russischen Angriffen;
- Die Verringerung der Stromimporte.
Zur Erinnerung: In der Nacht zum 3. Juli ließen Unwetter fast 70 Ortschaften in vier Regionen ohne Stromversorgung. Am Morgen führten weitere massierte Angriffe Russlands zu neuen Abschaltungen, die auch Kiew betrafen.
Die am stärksten betroffenen Regionen
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Zustand des Energiesystems in der Oblast Sumy. Bereits am 1. Juli berichtete das Energieministerium, dass dort die schwierigste Situation herrscht. Aufgrund von Infrastrukturschäden durch Beschuss bleibt die größte Anzahl von Verbrauchern in der Region ohne Strom.