Im Gruppenspieltag der UEFA Nations League 2026/27 in Linz besiegte die österreichische Nationalmannschaft die israelische Mannschaft mit 3:1. Im Mittelpunkt des Spiels stand jedoch weniger das Endergebnis als vielmehr der Vorfall mit dem 20-jährigen Stürmer der israelischen Nationalmannschaft, Said Abu Farhi, der für den US-amerikanischen Verein „Colorado Rapids“ spielt. Der Spieler erzielte ein wichtiges Tor zum Ausgleich, doch seine provokante Jubelgeste führte sofort zu seiner Disqualifikation.

Verlauf des Spiels in Linz

Die Hausherren gingen durch einen verwandelten Elfmeter von Romano Schmid in Führung. Die israelische Mannschaft gab sich jedoch nicht geschlagen und glich in der 55. Minute aus: Nach einer Ecke traf Abu Farhi per kraftvollem Kopfball und schoss den Ball ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits eine gelbe Karte erhalten, was den weiteren Verlauf der Ereignisse bestimmte.

Provokanter Jubel und sofortige Disqualifikation

Sofort nach dem erzielten Tor lief Abu Farhi zum Eckfahnen, griff danach und vollführte eine Geste, die ein Schießen mit einer Waffe imitierte. Der Schiedsrichter zeigte dem Spieler, der bereits verwarnt worden war, ohne zu zögern die zweite gelbe Karte, die automatisch zur Roten Karte führte. Ein solcher Jubel war für den 20-jährigen Stürmer keine Neuigkeit: Zuvor hatte er eine ähnliche Geste in der Mannschaft von Maccabi Tel Aviv gezeigt. Gemäß den geltenden UEFA-Regeln werden Jubelgesten, die provokativen oder aufstachelnden Charakter haben, mit einer Verwarnung bestraft; bei Vorliegen einer früheren Karte führt dies zur Disqualifikation.

Endergebnis und Folgen für Abu Farhi

Die israelischen Spieler, die in Unterzahl agieren mussten, hielten bis in die letzten Minuten stand, doch in der 90. Minute stellte Philipp Mwene den österreichischen Vorsprung wieder her, und in der Nachspielzeit setzte Sasha Kalajdzic den Endstand von 3:1 fest. Aufgrund der erlittenen Sperre verpasst Abu Farhi das nächste Spiel seiner Mannschaft in der Nations League gegen Irland, das am 27. September in Debrecen (Ungarn) ausgetragen wird.

Politischer Hintergrund vor dem Spiel gegen Irland

Das Spiel in Debrecen verspricht nicht nur ein sportliches, sondern auch ein politisches Ereignis zu werden. Am Vortag erklärte der Trainer der irischen Nationalmannschaft Heimir Hallgrímsson, dass seine Mannschaft „gegen den Völkermord“ und „gegen Israel und nicht zusammen mit ihm“ spiele. Der israelische Fußballverband kritisierte die Äußerungen des irischen Trainers scharf und bezeichnete sie als „Dummheit, Unwissenheit und Heuchelei“. Das Spiel am 27. September findet somit vor dem Hintergrund einer scharfen öffentlichen Debatte zwischen den Parteien statt.

Gruppenphase der Nations League 2026/27

Die israelische Nationalmannschaft spielt in der aktuellen Ausgabe der Nations League in der Gruppe 3 der Division B. Neben Österreich und Irland nimmt auch die kosovarische Nationalmannschaft am Quartett teil. Die Niederlage in Linz war das erste Ergebnis der israelischen Mannschaft in der Gruppenphase, und nun muss sie sich in den verbleibenden Spielen rehabilitieren, trotz des Verlusts eines ihrer jungen Angreifer.