Die Tenniswelt hat endlich die lang erwartete Entscheidung von Carlos Alcaraz erhalten. Der dritte Spieler der Welt hat offiziell seine Teilnahme am August-Masters-Turnier in Cincinnati, USA, bestätigt. Für den Spanier ist dieser Schritt von kritischer Bedeutung, da er sich seit April aufgrund einer schweren Handgelenksverletzung nicht mehr auf dem Platz gezeigt hat.
Lange Pause und Strategie der Rückkehr
Das letzte Mal, dass der 23-jährige Alcaraz bei einem Wettbewerb antrat, war in Barcelona. Dort erlitt er die Verletzung, deren Folgen katastrophal für seinen Kalender waren. Der Spanier musste den French Open, bei dem er seinen Titel verteidigen sollte, sowie Wimbledon verpassen. Nun ist seine Rückkehr nicht sofort geplant: Er wird das nächste große Turnier in Montreal ausfallen lassen.
Die Entscheidung für Cincinnati ist ein strategischer Schachzug. Alcaraz nutzt dieses Turnier als Testgelände, um seine Form vor dem wichtigsten Kampf des Jahres – dem US Open – zu überprüfen. Bemerkenswert ist, dass der Spanier im Vorjahr genau in Cincinnati zum Champion wurde, nachdem er den Titel nach dem Rückzug von Jannik Sinner gewonnen hatte.
Die Diktatur Sinners
Während Alcaraz seine Genesung betrieb, hat sich das Kräfteverhältnis im Tour-Kreis grundlegend verändert. Sein Hauptgegner, der Italiener Jannik Sinner, hat eine wahre Diktatur etabliert. In diesem Jahr gewann der Italiener alle fünf Masters-1000-Turniere und verteidigte seinen Titel bei Wimbledon mit großer Sicherheit.
Sinner reist nun als unangefochtener Favorit zum Turnier in Montreal. Wenn Alcaraz in Cincinnati erfolgreich antreten kann, wird er beweisen, dass er bereit ist, die Führung Sinners auf Sand und Hartplatz vor dem US Open herauszufordern.