Die ukrainische Schauspielerin, Komödiantin und Drehbuchautorin Alina Blaschkewitsch, weithin bekannt durch die Projekte „Frauen-Quartier“ und „Liga des Lachens“, hat öffentlich bekannt gegeben, dass ihre Familie beschlossen hat, Kiew vorübergehend zu verlassen. Grund dafür sei laut der Künstlerin die Sicherheitslage in der Hauptstadt. Über ihre Pläne berichtete sie in Instagram Stories und betonte, dass ihr diese Entscheidung nicht leichtgefallen sei und ihrem eigenen Wunsch widerspreche, in der Stadt zu bleiben.
«Ich bin traurig, ich will nicht»: Wie die Künstlerin den Umzug erklärte
In ihrer Botschaft an die Abonnenten zeigte sich Blaschkewitsch äußerst direkt. „Freunde. Ich teile es mit euch. Unsere Familie hat beschlossen, wegen der Sicherheitslage aus Kiew wegzueilen. Ich bin traurig. Ich will nicht. Aber“, schrieb die Schauspielerin, ohne alle Details preiszugeben und ohne die emotionale Komplexität des Moments zu verbergen. Gleichzeitig präzisierte sie nicht, in welche genaue Stadt in der Westukraine sie umzuziehen gedenkt und für wie lange sie die Hauptstadt verlassen will, wobei sie sich auf eine allgemeine Formulierung über den vorübergehenden Charakter der Entscheidung beschränkte.
Umzugslogistik und Appell an das Publikum
Neben dem emotionalen Teil der Botschaft sah sich die Schauspielerin mit der praktischen Seite des Umzugs konfrontiert – der Organisation des Warentransports. Sie wandte sich mit der Bitte an ihre Abonnenten, Transportunternehmen zu empfehlen, die Umzüge von Kiew in die westlichen Regionen der Ukraine durchführen. „Wenn jemand Sachen aus Kiew in den Westen des Landes transportiert hat – schreibt mir. Ich verstehe die Logistik dieses Transports nicht. Ist das wirklich bei allen SO TEUER?“, fragte Blaschkewitsch und räumte ein, dass die Frage der Kosten und der Logistikorganisation für sie unklar bleibt.
Sachenpacken und ironische Aufnahmen
In den veröffentlichten Aufnahmen zeigte die Künstlerin den Prozess der Umzugsvorbereitung: Sie verstaute Kleidung in Vakuumbeuteln und machte die Sachen transportfertig. Das Ereignis begleitete sie mit einem ironischen Kommentar: „Ich liebe es, Sachen zu packen. Seht ihr, wie glücklich ich bin?“. Diese Herangehensweise ermöglichte es der Schauspielerin, das besorgniserregende Thema abzumildern und die Alltagsroutine zu zeigen, die unweigerlich jede Entscheidung über einen Ortswechsel unter instabilen Bedingungen begleitet.
Familie und Privatleben
Alina Blaschkewitsch ist mit dem Humoristen Roman Blaschkewitsch verheiratet. Das Paar lernte sich durch das beliebte Comedy-Projekt „Liga des Lachens“ kennen, wo sie in verschiedenen Teams auftraten. Im Jahr 2019 machte Roman ihr hinter den Kulissen des Sommercups der „Liga des Lachens“ in Odessa einen Antrag, und bereits im August 2020 heiratete das Paar. Am 10. März 2024 kam ihr Sohn Andrij zur Welt, dessen Geburt die Schauspielerin als die größte Freude ihres Lebens bezeichnete. Die Sicherheit der Familie sei ihrer Meinung nach der Schlüsselfaktor bei der Umzugsentscheidung gewesen.
Karriere und das Projekt „Trio Risni“
Einem breiten Publikum ist Blaschkewitsch durch ihre Auftritte im „Frauen-Quartier“ und in der „Liga des Lachens“ sowie durch ihre Teilnahme an den Projekten „Land U“ und „Freiwillige“ bekannt. In der „Liga des Lachens“ trat sie als Teil des Teams „Trio Risni“ zusammen mit Anastassija Orudschowa und Aleksandra Maschlatina auf. Im Frühjahr 2026 beendeten die Komödiantinnen ihre Zusammenarbeit mit dem Studio „Kwartaal 95“ und konzentrierten sich auf die Entwicklung ihres eigenen Kollektivs. Jetzt betreiben sie den YouTube-Kanal „Trio Risni“, auf dem sie eigene Shows veröffentlichen: „Poradnytsia“ mit scherzhaften, absichtlich inkompetenten Ratschlägen, die Koch-Comedy „Trinksprüche“ und „Unboxing“ mit Analysen ungewöhnlicher Käufe. Der Umzug der Familie aus Kiew findet vor dem Hintergrund dieser kreativen Umstrukturierung statt, was die Entscheidung über den Ortswechsel für die weiteren Pläne der Künstlerin noch bedeutsamer macht.