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title: "Alkohol und Gesetzlosigkeit: Der Ombudsmann befreite Behinderte aus dem 'Gehege' des TCK in Ternopil"
description: "Im TCK in Ternopil wurden Behinderte und Menschen mit psychischen Störungen gefunden, die unrechtmäßig festgehalten wurden. Der Bewacher der Mobilisierten war betrunken: Der Alkoholkonsum im Blut überstieg die Norm um das 7-fache. Der Ombudsmann befreite fünf Bürger und dokumentierte die Verstöße. 🚨🇺🇦"
date: 2026-06-12T12:38:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Alkohol und Gesetzlosigkeit: Der Ombudsmann befreite Behinderte aus dem 'Gehege' des TCK in Ternopil

![Vier Männer, die vom Ombudsmann aus dem Ternopiler TCK befreit wurden, stehen vor einem Gebäude des Zentrums für umfassende Dienstleistungen](https://xab.info/media/2026/06/12/alcohol-and-lawlessness-ombudsman-releases-disabled-from-ternopil-tck/alcohol-and-lawlessness-ombudsman-releases-disabled-from-ternopil-tck-1.webp)

Im Territorialen Zentrum für Rekrutierung und soziale Unterstützung (TCK und SP) in Ternopil wurden schockierende Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt. Laut einem Monitoring-Besuch von Vertretern des Bevollmächtigten der Werchowna Rada der Ukraine für Menschenrechte, Dmytro Lubynets, wurden im Gebäude Bürger mit psychischen Störungen und Behinderungen unrechtmäßig festgehalten.

Die Situation in der Einrichtung erfordert sofortiges Handeln und unterstreicht die Dringlichkeit einer Reform des Mobilisierungssystems, die, wie der Ombudsmann betont, „schon gestern“ notwendig war.

### Alkoholisierte Bewachung

Eines der schwerwiegendsten Details der Überprüfung war der Zustand des Mitarbeiters, der für die Aufsicht über die Mobilisierten verantwortlich war. Die Vertreter der Menschenrechtsmission trafen ihn in einem Zustand starken alkoholischen Rausches an. Laut Analyseergebnissen überstieg der Alkoholkonsum im Blut des Bewachers die zulässige Norm fast siebenfach.

Während des Besuchs im TCK befanden sich etwa 28 Personen im Gebäude. Davon wandten sich 17 Bürger schriftlich an den Ombudsmann und klagten über Verstöße gegen ihre Rechte. In Einzelgesprächen berichteten die Menschen über unrechtmäßige Handlungen bei der Mobilisierung, grobe Fehler bei der Dokumentenerstellung und die Ignorierung ihrer Forderungen während der medizinischen Begutachtung (VVK).

### Wer landete im „Gehege“

Dank des schnellen Eingreifens des Teams von Dmytro Lubynets wurden fünf Personen, die nicht zur Einberufung verpflichtet waren, sofort aus dem Gebäude befreit. Zu den Befreiten gehörten Bürger, deren Gesundheitszustand einen Militärdienst kategorisch ausschließt:

- Ein Mann mit einer lebenslangen Behinderung der zweiten Gruppe, die er seit der Kindheit hat;

- Zwei Personen mit diagnostizierten psychischen Störungen (konkrete Diagnosen werden aus ethischen Gründen nicht offengelegt);

- Zwei Männer, die nur noch etwa ein halbes Jahr bis zum Erreichen des maximalen Alters für die Mobilisierung (60 Jahre) hatten.

Alle festgestellten Verstöße wurden dokumentiert und den zuständigen Behörden zur Untersuchung übergeben.

### Das Ausmaß des Problems

Der Vorfall in Ternopil ist nur die Spitze des Eisbergs. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gingen beim Büro des Ombudsmanns mehr als dreitausend Beschwerden über das Verhalten der Mitarbeiter der Territorialen Rekrutierungszentren ein. Dmytro Lubynets stellt fest, dass diese Zahl nur die direkten Beschwerden der Bürger widerspiegelt, während die tatsächliche Anzahl der Verstöße mindestens dreimal so hoch sein könnte.

Dies ist kein Einzelfall. Bereits im April veröffentlichte das Büro des Ombudsmanns die Ergebnisse einer Überprüfung des TCK in Uschhorod, bei der ebenfalls zahlreiche Verstöße festgestellt wurden, darunter die unrechtmäßige Inhaftierung von Menschen für einen Zeitraum von 21 bis 50 Tagen. Zudem werden die Umstände des Todes eines Mannes untersucht, der im Januar 2026 mit Rippenbrüchen und einer Brustkorbverletzung in ein Krankenhaus in Kiew eingeliefert wurde.

Abschließend zur Überprüfung in Ternopil hat Dmytro Lubynets offiziell eine Reaktion vorbereitet, die auf die Beseitigung der festgestellten Verstöße und die Verhinderung ähnlicher Vorfälle in Zukunft abzielt.