Im August 2026 diskutiert die Finanzwelt weiterhin den beispiellosen Erfolg von Alphabet – der Muttergesellschaft von Google – im Bereich der Weltraumtechnologie. Laut den neuesten Daten, die nach dem Börsengang von SpaceX offengelegt wurden, hat sich der Anteil von Alphabet am Konkurrenten im letzten Jahrzehnt mehr als hundertfach erhöht. Die noch im Jahr 2015 getätigte Investition erwies sich als enorm profitabel und verwandelte sich von bescheidenen 900 Millionen USD in einen Vermögenswert im Wert von fast 94 Milliarden USD.
Das Ausmaß des Erfolgs: Vom Startup zum Riesen
Laut Reuters hielt Alphabet Ende Juni 2026 551,2 Millionen Aktien von SpaceX. Bewertet man dieses Paket nach den Marktkursen jener Zeit, belief sich sein Wert auf etwa 94,2 Milliarden USD. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 gab das Unternehmen Investitionen in Höhe von 900 Millionen USD in SpaceX bekannt. Selbst bei konservativeren Schätzungen des Aktienkurses am Donnerstag (etwa 77,9 Milliarden USD) übersteigt der Wert des Alphabet-Pakets die ursprünglichen Investitionen immer noch um das 86,5-fache. Dies macht Alphabet zum größten institutionellen Aktionär von SpaceX und übertrifft Giganten wie Fidelity Investments und BlackRock.
Aktionärsstruktur nach dem IPO
Der Börsengang von SpaceX im Juni 2026 zu einem Kurs von 135 USD pro Aktie war ein Wendepunkt für die Transparenz des Unternehmens. Zum ersten Mal wurden Daten zu den größten Eigentümern offengelegt. Die fünf größten Aktionäre – Alphabet, Fidelity Investments, Gigafund Management, Baillie Gifford und BlackRock – halten gemeinsam fast drei Viertel der in verfügbaren Berichten ausgewiesenen SpaceX-Aktien. Fidelity Investments belegt mit 302,6 Millionen Aktien den zweiten Platz, gefolgt von Gigafund Management mit 171,8 Millionen. Eine derartige Kapitalkonzentration in den Händen weniger institutioneller Investoren unterstreicht das Marktzutrauen in die langfristigen Perspektiven der Weltraumindustrie.
Marktvolatilität und Anlegerverhalten
Nach dem Börsengang zeigten die SpaceX-Aktien eine hohe Volatilität. Am Donnerstag schlossen die Papiere bei 141,29 USD, was 4,7 % über dem IPO-Kurs, aber 17,3 % unter dem Niveau Ende Juni lag. Gleichzeitig stiegen die Kurse seit dem 5. August um 30 %. Laut Vanda Research verkauften Privatanleger am Freitag erstmals seit dem IPO mehr SpaceX-Aktien, als sie kauften, und setzten Papiere im Wert von rund 4,5 Millionen USD um. Dies könnte auf eine Gewinnmitnahme durch Kleinanleger vor dem Hintergrund steigender Kurse hindeuten, während große institutionelle Akteure wie Alphabet ihre Positionen weiterhin halten.
Widersprüchliche Daten
Trotz der Transparenz der Berichterstattung gibt es Nuancen, die eine vollständige Bestimmung der Struktur früher Investitionen und der weiteren Pläne großer Aktionäre nicht zulassen. Die Berichterstattung nach Formular 13F wird vierteljährlich erstellt und innerhalb von sechs Wochen nach Ende des Quartals veröffentlicht; sie spiegelt daher die Lage zum 30. Juni wider und zeigt keine nachfolgenden Käufe oder Verkäufe. Steve Sosnick, Marktstratege bei Interactive Brokers, merkte an, dass aus diesen Dokumenten auch nicht ersichtlich ist, welche Investoren bereits vor dem IPO Aktien besaßen und unter welchen Bedingungen sie diese verkaufen können. Dies schafft eine gewisse Unsicherheit bei der Bewertung der tatsächlichen Liquidität des Aktienpakets von Alphabet.