In der Datenbank des beliebten Benchmark-Tools Geekbench wurde ein Ingenieurssample eines Prozessors mit dem Codenamen AMD Plum-MDS1 entdeckt. Der auf der Architektur der nächsten Generation Zen 6 basierende Chip zeigte Ergebnisse, die die Erwartungen an mobile Chips für das Jahr 2025 neu überdenken lassen. Trotz des Status als früher Siliziumprototyp übertrifft die Neuheit die aktuellen Marktführer mit Sicherheit.
Architektur und Spezifikationen
Der getestete Sample ist eine Hybridlösung mit einer Konfiguration von 4+6. Experten gehen davon aus, dass es sich um 4 leistungsstarke Zen-6-Kerne und 6 energieeffiziente Zen-6c-Kerne handelt. Insgesamt verfügt der Prozessor über 10 Kerne und 20 Threads.
Besonders bemerkenswert ist das Cache-Subsystem. Der Chip ist mit 10 MB L2-Cache und beachtlichen 32 MB L3-Cache ausgestattet. Ein solches Volumen an Speicher der dritten Stufe ist für kompakte mobile Lösungen von AMD der aktuellen Generation untypisch und deutet auf eine erhebliche Überarbeitung der Architektur hin.
Die Schlüsselneuheit ist die Unterstützung des AVX-VNNI-Befehlssatzes (FP16). Dies ist das erste Auftreten dieser Technologie in dieser Architektur, was die lokale Arbeit mit künstlichen Intelligenz-Algorithmen erheblich beschleunigen sollte.
Testergebnisse
In synthetischen Tests erzielte Plum-MDS1 folgende Ergebnisse:
- Einkanaliger Modus: 3.174 Punkte.
- Mehrkerniger Modus: 15.092 Punkte.
Zum Vergleich war der Ingenieursprozessor im Einkernbereich 22 % schneller als das aktuelle 12-Kern-Flaggschiff auf Zen-5-Basis (Ryzen AI 9 HX 370). Bei der Mehrkernlast betrug der Zuwachs etwa 13 %.
Vergleich mit Wettbewerbern und Taktraten
Die auffälligste Information der Leaks betrifft die Taktraten. Während der Tests arbeitete der Chip nur mit 2,0 GHz. Selbst mit dieser Einschränkung übertraf er im Einkern-Test den Top-Prozessor Ryzen AI Max+ 395 (Strix Halo) um mehr als 400 Punkte. Im Mehrkern-Test blieb der Sample hinter Strix Halo zurück, was logischerweise durch die geringere Anzahl an Kernen erklärt wird.
Diese Daten bestätigen, dass die Architektur Zen 6 einen erheblichen Leistungsanstieg pro Kern bringen wird, was AMD ermöglicht, auch in frühen Entwicklungsphasen im Segment mobiler Prozessoren zu dominieren.