Der amerikanische Kampfpanzer M1A2 Abrams und das gepanzerte Stryker-Fahrzeug werden in Kürze mit dem innovativen PERCH 2.0-System ausgestattet. Diese Entwicklung eröffnet den US-Bodentruppen neue Möglichkeiten, indem sie Besatzungen befähigt, modernen Bedrohungen auf dem Schlachtfeld durch die Integration von Loitering Munition direkt auf gepanzerten Fahrzeugen effektiv entgegenzuwirken.

Das innovative PERCH 2.0-Konzept

Das Akronym PERCH 2.0 steht für Precision Effects & Reconnaissance, Canister-Housed (Präzise Wirkung und Aufklärung, in Behältern untergebracht). Dieses in Behältern untergebrachte Startsystem wird auf Fahrzeugen montiert, ohne dass nennenswerte oder destruktive Änderungen an der Standardkarosserie erforderlich sind. Die gemeinsam von General Dynamics Land Systems (GDLS) und AeroVironment entwickelte Technologie vereint fortschrittliches Fachwissen im Bereich gepanzerter Fahrzeuge und unbemannter Systeme.

Vorteile und neue Kampffähigkeiten

Der Hauptvorteil des Systems besteht darin, dass die Besatzung Switchblade-Marschflugkörper und Drohnen direkt aus dem geschützten Inneren des Fahrzeugs abfeuern kann, ohne den geschützten Raum verlassen und sich Gefahren aussetzen zu müssen. Für Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben ist PERCH 2.0 mit elektrooptischen und Infrarotsensoren auf drehbaren Gelenken ausgestattet, die Echtzeit-Videostreams zur Verfügung stellen und eine hohe Situationswahrnehmung garantieren. Diese neue Technologie ermöglicht es Fahrzeugen, Ziele in beträchtlicher Entfernung zu bekämpfen – weit außerhalb der direkten Sichtlinie und der Standard-Reichweite ihres konventionellen 120-mm-Hauptgeschützes.

Test- und Lieferpläne

Der modifizierte Nachlademechanismus des Systems wurde auf der Grundlage von Daten aus Tests des Jahres 2025 in Fort Hood, Texas, entwickelt. Aktuellen Berichten zufolge plant GDLS, bis Ende Oktober 2026 vier Prototypen von PERCH 2.0 an die 1. Brigade der 1. US-Kavalleriedivision in Fort Hood zu liefern. Soldaten werden diese Systeme auf Abrams-Panzern installieren, um Feldtests unter realen Einsatzbedingungen durchzuführen.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Analyse offener Quellen und spezialisierter Fachberichte zeigen sich gewisse Unstimmigkeiten bezüglich der genauen Auftragsvolumina und des Zeitplans der Regierungsverträge. Einige Quellen deuten darauf hin, dass die Initiative vollständig aus internen Forschungs- und Entwicklungsbudgets von GDLS auf Basis von Kundenfeedback finanziert wurde, während andere Berichte einen offiziellen Auftrag der US-Armee über drei zusätzliche Prototypen im August im Rahmen der Abrams-Wartungsunterstützung bestätigen.