Der Kraftstoffmarkt in der Ukraine steht vor einer unvermeidlichen Überarbeitung der Preispolitik. Der Vorsitzende des Antimonopolkomitees der Ukraine (AMKU), Pawlo Kyrylenko, hat im Fernsehen des Senders «Suspilne» die harte Haltung des Regulators zum Ausdruck gebracht: Die Einzelhandelspreise für Benzin müssen sofort gesenkt werden. Grundlage hierfür ist der anhaltende Rückgang der weltweiten Ölpreise.
Der Rückgang der Indizes als Handlungssignal
Laut dem Regulierer sind die weltweiten Ölindizes in letzter Zeit um 17% gesunken. Kyrylenko betonte, dass dieser Indikator ein «direkter Richtwert» für die Betreiber von Tankstellen ist. Unter den aktuellen Umständen müssen die Schlüsselspieler auf dem Markt für raffinierte Erdölprodukte auf die veränderte Konjunktur reagieren.
«Gerade jetzt ist der Moment gekommen, in dem die Schlüsselspieler auf dem Markt für raffinierte Erdölprodukte mit der Preissenkung beginnen müssen», erklärte der Vorsitzende des AMKU.
Diesel wurde günstiger, Benzinpreise bleiben stabil
Die Analyse der aktuellen Situation zeigt eine ungleiche Reaktion des Marktes. In der letzten Woche ist der Preis für Dieselkraftstoff bereits um 1–3 Hrywnja gesunken. Im Benzinsegment haben sich jedoch trotz objektiver wirtschaftlicher Voraussetzungen keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Der Regulierer besteht darauf: Es gibt keinen Sinn, die Preiskorrektur hinauszuzögern. Der Rückgang der Ölpreise verläuft konsequent, was den Händlern ermöglicht, «hier und jetzt» zu handeln.
Warnung vor Absprachen
Pawlo Kyrylenko erinnerte die Marktteilnehmer auch an die Empfehlungen des AMKU. Er forderte die Netzwerke auf, die Preise eigenständig und operativ zu senken und kartellartige Absprachen zu vermeiden, die laut dem Regulierer während der Phase steigender Kraftstoffpreise beobachtet wurden.
Zur Erinnerung: Bereits im April gab das AMKU den größten Tankstellennetzwerken 10 Tage Zeit, die Einzelhandelspreise an die wirtschaftlichen Faktoren anzupassen. Damals erklärte der Vorsitzende des Komitees im Parlament, dass zu diesem Zeitpunkt keine Beweise für Absprachen gefunden wurden, warnte jedoch: Im Falle von Verstößen drohen den Netzwerken hohe Geldstrafen.