Belgorod-Dnestrowski (Akkerman) wurde erneut Ziel eines Angriffs. Am Kindertag, dem 1. Juni 2026, stürzte ein „Schahed“-Kamikaze-Drohne auf die Stadt. Die Explosion erfolgte in unmittelbarer Nähe der Entbindungs- und gynäkologischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Dies ist bereits der zweite Vorfall seit dem Beginn des umfassenden Krieges, bei dem die Mauern eines Hauses getroffen wurden, in dem neues Leben beginnt.

Glücklicherweise konnte eine Tragödie dank des schnellen Handelns des Personals vermieden werden. Alle Personen im Krankenhaus wurden rechtzeitig in den Keller evakuiert, der derzeit das einzige einrichtete Schutzziel in der Entbindungsabteilung darstellt. In diesem Keller, in dem nur das Heulen der Sirenen die Stille durchbrach, brachte eine Frau, die gerade im Geburtsprozess war, ein Mädchen mit einem Gewicht von 2700 Gramm zur Welt.

Beschädigtes Blech vor dem Gebäude des Krankenhauses in Akkerman nach Luftangriff, städtische Arbeiter säubern die Umgebung

Der Generaldirektor des Allgemeinen Krankenhauses Belgorod-Dnestrowski, Witali Schnjakyn, präzisierte, dass sich zum Zeitpunkt der Alarmierung sechs Gebärende und sechs Kinder im Krankenhaus befanden. Eine weitere Frau war direkt im Geburtsprozess, und zwei Patientinnen wurden in der Abteilung für Pathologie von Ärzten überwacht. Niemand wurde verletzt; medizinische oder psychologische Hilfe für die Betroffenen war nicht erforderlich.

Blaues Schild der geburtshilflich-gynäkologischen Abteilung des Geburtshauses in Akkerman, beschädigt durch einen Raketenangriff am Kindertag

Der materielle Schaden durch den Angriff ist jedoch offensichtlich. Um das Krankenhaus herum, wo früher Dankesschilder für Söhne hingen, flattern nun Glassplitter der eingeschlagenen Fenster. Laut Witali Schnjakyn wurden Schäden an Patientenzimmern, medizinischen Geräten sowie Fenster- und Türblöcken festgestellt. Derzeit führen die Mitarbeiter eine detaillierte Inspektion aller Räumlichkeiten durch, um Protokolle zu erstellen und das volle Ausmaß der Zerstörungen zu ermitteln.

Rettungswagen vor dem Gebäude des Geburtshauses in Akkerman nach dem Überfall am Kindertag

Trotz des Vorfalls arbeitet die Entbindungsabteilung weiterhin im regulären Betrieb. Der Saal für Geburten ist bereit, neue Patienten aufzunehmen, und in den unbeschädigten Zimmern befinden sich bereits Mütter mit ihren Kindern. Am Tatort arbeiten Strafverfolgungsbehörden, die die Umstände des Angriffs dokumentieren.