In der Nacht zum 8. Juli führten die ukrainischen Drohnentruppen (SBS) eine großangelegte Operation gegen strategische Ziele auf der Krim und im Süden des besetzten Gebiets durch. Im Fokus der Angriffe befanden sich kritische Energieknotenpunkte, Militärgelände und Schiffe der russischen „Schattenflotte'. Die Operation führte zu einem teilweisen Stromausfall auf der Krim und verursachte Schäden an der Infrastruktur, die das Leben auf der Halbinsel sichert.

Treffer an der Schlüssel-Energiebrücke

Das zentrale Ereignis der Nacht war der Treffer an der Empfangseinheit der Energiebrücke „Kuban-Krim'. Dies teilte der Kommandeur der SBS, Robert „Madjar' Browdy, auf Facebook mit. Laut ihm wurde der Übergangspunkt CP-2 „Krim' angegriffen, der den Übergang vom russischen Festland auf die Halbinsel darstellt.

Die Energiebrücke ist ein komplexes technisches System mit einer Länge von 14,5 km, das in vier Unterseekabeln verlegt ist. Die Funktion des getroffenen Punktes besteht darin, diese Unterseekabel zu empfangen und in Freileitungen (Stromleitungen) umzuwandeln. Der Angriff auf diesen Knoten unterbricht die Energieversorgungskette, was durch Berichte über teilweise Stromausfälle auf der Krim bestätigt wird.

Umfang der Angriffe auf die Infrastruktur

Die operative Tätigkeit der SBS im Zeitraum vom 1. bis 8. Juli umfasste ein erhebliches Gebiet. In dieser Zeit haben ukrainische Drohnen bereits 50 Energieknotenpunkte auf der Krim und im südlichen Teil des sogenannten „Territoriums der Befreiung' (TOT) in Brand gesetzt. In der Nacht zum 8. Juli wurden 53 militärische Ziele in der operativen Tiefe des Gegners getroffen.

Zu den getroffenen Objekten gehörten:

  • Reparaturbasis der 27. separaten motorisierten Schützenbrigade der 1. Panzerarmee Russlands im Dorf Pisarevka (Gebiet Lugansk).
  • Militärgelände „Gwardiejski' im Dorf Alexandrowka (Gebiet Cherson).
  • Elektroumspannwerke und Radaranlagen (Radar) auf der Krim.

Angriffe auf die „Schattenflotte'

Neben Land- und Küstenzielen intensivierten die Drohnentruppen ihre Aktivitäten gegen die russische Seeverkehr. In der Nacht zum 8. Juli wurden mehr als 9 Tanker getroffen, die zur „Schattenflotte' Russlands gehören. Seit Beginn des Tages am 7. Juli stieg die Gesamtzahl der getroffenen Schiffe auf 12 Einheiten. Diese Angriffe zielen darauf ab, die logistischen Ketten und Exportmöglichkeiten der russischen Wirtschaft zu untergraben.

Ergebnisse der Operation

Das Kommando der SBS betont, dass die Angriffe systemischen Charakter haben und darauf abzielen, die Energie- und Militärinfrastruktur des Gegners zu zerstören. Der Treffer an der Energiebrücke „Kuban-Krim' und die anschließenden Stromausfälle auf der Krim belegen die hohe Effizienz des Einsatzes von Drohnensystemen unter Bedingungen großer operativer Tiefe.