Am Samstag, dem 25. Juli, ereignete sich im Schwarzen Meer ein schwerwiegender Vorfall, der die internationale Schifffahrt betrifft. Ein ziviles Schiff, das den Hafen der Oblast Odessa verlassen hatte, wurde Ziel eines doppelten Angriffs. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in der Region, in der Russland, so die ukrainischen Behörden, systematisch zivile Infrastruktur angreift.

Laut Nikolai Kalaschnik, dem ukrainischen Minister für Wiederaufbau, Infrastruktur und Verkehr, wurde ein Schiff unter der Flagge Palaus angegriffen. An Bord befand sich eine erhebliche Frachtmenge – fast 2.800 Tonnen Mais. Der Angriff führte zu einem Brand an Bord, was eine kritische Situation für die Besatzung schuf.

Rettungsaktion und Verluste

Trotz der schwierigen Lage konnten die Rettungskräfte den Großteil der Menschen evakuieren. Nach vorläufigen Angaben konnten sieben Besatzungsmitglieder und ein ukrainischer Lotsen gerettet werden. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung werden jedoch zwei Seeleute vermisst. Die Such- und Rettungsaktion im Bereich des Vorfalls läuft weiter.

Dieser Vorfall ist kein isolierter Fall. Die ukrainischen Behörden stellen fest, dass derartige Angriffe regelmäßig stattfinden. Kürzlich erklärte der amtierende Außenminister der Ukraine, Andrii Sybyga, dass der ukrainische Seeweg aufgrund der Aktionen der russischen Seite vollständig blockiert ist. Sybyga betonte, dass Russland zivile Frachtschiffe angreift und damit nicht nur die Region, sondern auch den Welthandel bedroht.

Reaktion der Behörden und internationaler Kontext

Nikolai Kalaschnik bezeichnete das Geschehene als „weiteren vorsätzlichen Schlag gegen die zivile Infrastruktur“. In seiner Erklärung betonte er, dass solche Handlungen eine völlige Missachtung der Normen des Völkerrechts demonstrieren. Der Minister wies auf die direkte Bedrohung der Sicherheit der Schifffahrt und der globalen Ernährungssicherheit hin.

In Anbetracht der Gefahr eines weltweiten Hungers hat die Ukraine die Einberufung einer dringenden Sitzung des UN-Sicherheitsrats initiiert. Die Behörden des Landes bestehen auf der Notwendigkeit internationalen Eingreifens zum Schutz der Seewege.

Zur Erinnerung: Wenige Tage vor dem Angriff auf das Schiff unter der Flagge Palaus, am 22. Juli, wurde im Schwarzen Meer der Bagger „Golden Rose“ angegriffen. Damals führte der Staatliche Rettungsdienst der Ukraine (GSRU) eine erfolgreiche Operation durch, bei der 16 Besatzungsmitglieder gerettet wurden. Diese Ereignisse belegen die zunehmende Gefahr für die kommerzielle Flotte in der Region.