Am heutigen Morgen ereignete sich im Norden Malis ein bewaffneter Vorfall, bei dem ein militärischer Konvoi unter Beschuss geriet. In der Kolonne befanden sich mehr als 200 russische Söldner sowie Soldaten lokaler Streitkräfte. Der Konvoi bewegte sich in Richtung der Stadt Anéfis im Norden des Landes, wo derzeit aktive Kampfhandlungen stattfinden.
Luftunterstützung aus Niger
Während der Auseinandersetzungen leistete der Nachbarstaat Niger, ein Verbündeter der derzeitigen Regierung Malis, den blockierten Einheiten Luftunterstützung. Offizielle Vertreter der Armee Malis und des Militärbefehls Niger haben den Journalisten bisher keine Kommentare zu dem Vorfall abgegeben.
Verantwortung für den Angriff
Die bewaffnete Gruppierung „Front für die Befreiung Azawads“ (FLA) hat offiziell die Verantwortung für den Angriff auf den Konvoi übernommen. Die Frage nach einer möglichen Beteiligung einer anderen radikalen Organisation – des „Dschamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin“ (JNIM) – bleibt jedoch offen. Laut Quellen der Agentur ist dies bereits nicht der erste ähnliche Vorfall in den letzten Tagen: Anfang dieser Woche hatten Kämpfer einen anderen Militärkonvoi, der sich in dieselbe Richtung bewegte, in eine Falle gelockt.
Russische Präsenz in Afrika
Zur Erinnerung: Russland hat in Afrika ein weitverzweigtes Netzwerk zur Rekrutierung von Söldnern für Kampfhandlungen gegen die Ukraine aufgebaut. Unter dem Deckmantel von Arbeitsangeboten lockt der Kreml Bürger aus fast 40 afrikanischen Ländern in seine bewaffneten Formationen. Darüber hinaus nutzt die Russische Föderation afrikanische Staaten aktiv, um internationale Sanktionen zu umgehen, neue Kämpfer zu rekrutieren und Zugang zu wichtigen natürlichen Ressourcen zu erhalten.