In der Nacht zum 12. Juli ereignete sich im Asowschen Meer ein neuer Vorfall: Ein russischer Tanker wurde von unbemannten Fluggeräten (Drohnen) angegriffen. Infolge des Treffers brach auf dem Schiff ein Feuer aus, das jedoch laut offiziellen Angaben schnell eingedämmt werden konnte.

Die Informationen bestätigte der Gouverneur der Region Rostow, Jurij Slusar, in seinem Telegram-Kanal. Demzufolge erlitt der Tanker Schäden beim Betreten des Asow-Schwarzmeer-Kanals. Ein wichtiger Umstand ist, dass das Schiff zum Zeitpunkt des Angriffs leer war, was eine Gefahr durch Ölverschmutzung ausschloss. Es gab keine Verletzten unter der Besatzung.

Ausmaß der Angriffe auf die Region

Der Angriff beschränkte sich nicht nur auf das maritime Objekt. Laut Angaben der regionalen Führung wurden durch Drohnenangriffe die Ortschaften Taganrog und Kamensk-Schachtinski sowie vier Distrikte der Region getroffen: der Asow-Distrikt, der Neklinowski-Distrikt, der Tarassowski-Distrikt und der Millerowski-Distrikt.

Von der Flugabwehr wurden mehr als 20 Drohnen abgeschossen. Der Absturz von Trümmerteilen einer davon führte zur Sperrung des Verkehrs auf der Bundesfernstraße M4 „Don“ an Kilometer 885 in südlicher Richtung.

Slusar präzisierte die Verkehrslage: „Es gibt keine Verletzten. Der Verkehr auf diesem Abschnitt ist gesperrt. Der Unfallort wurde gesichert, der Fahrzeugstrom wird über den Ort Tarassowski umgeleitet. Vor Ort arbeiten Entschärfungsteams“.

Kontext der Operation

Dieser Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer aktiven Kampagne zur Attacke auf die russische maritime Logistik. Am Vortag hatte das Generalstab der Streitkräfte der Ukraine von Angriffen auf 21 russische Tanker berichtet, die zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden. Darüber hinaus gaben die ukrainischen Streitkräfte bekannt, vier Schlepper, zwei Frachtschiffe und einen Bagger zerstört zu haben.

Der Kommandeur der Drohnensysteme, Robert „Madyar“ Browda, hatte zuvor mitgeteilt, dass ukrainische Truppen im Zeitraum vom 6. bis 11. Juli bereits 76 russische Schiffe angegriffen hatten. Der Vorfall in der Nacht zum 12. Juli zeigt die Fortsetzung und Eskalation dieser Aktionen im Asowschen Meer.