Am Abend des Dienstag, 22. September 2026, flogen russische Besatzer einen Luftangriff auf Wohngebäude in Kramatorsk in der Oblast Donezk. Infolge des Abwurfs einer Fliegerbombe erlitt die Kirche des heiligen Johannes des Täufers erhebliche Schäden, ebenso wie die in der Nähe gelegenen Mehrfamilienhäuser. Dies teilten die Synodale Informations- und Bildungsabteilung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche und die Pressestelle des Hauptverwaltung des staatlichen Dienstes für Notfälle in der Oblast Donezk mit.

Angriff auf Wohnviertel

Laut Angaben von Einwohnern und Freiwilligen ereignete sich die Explosion in einem dicht besiedelten Viertel der Stadt, in dem die Kirche neben zahlreichen Mehrfamilienhäusern steht. Der lokale Freiwillige Bohdan Zuiakow berichtete auf Facebook, dass der Treffer „direkt auf die Kirche' fiel, und fügte hinzu, dass es Verletzte gebe. Auf von einem Augenzeugen veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, dass das beschädigte Gebäude von Wohnhäusern umgeben ist, was das Risiko für Zivilisten bei solchen Angriffen erhöht.

Zerstörung der Kirche des Johannes des Täufers

Die Synodale Informations- und Bildungsabteilung der UOKC präzisierte, dass die Kirche des heiligen Johannes des Täufers erhebliche Schäden erlitten habe. Auf im Internet erschienenen Fotos und Videos sind schwere Beschädigungen an Wänden, Dach und Kuppel des Gebäudes zu sehen. Berichten zufolge wurde der Metallrahmen des Bauwerks durch die Druckwelle „verdrückt', und das gesamte umliegende Gebiet ist mit Trümmern bedeckt.

Reaktion der Rettungskräfte und Freiwilligen

Am Mittwochmorgen, dem 23. September, teilte die Pressestelle des Hauptverwaltung des staatlichen Notfalldienstes der Ukraine in der Oblast Donezk mit, dass infolge des Luftangriffs zwei Personen verletzt wurden und dass „die Notfalldienste die Folgen des Angriffs beseitigt haben'. Laut Angaben umfasste die Brandfläche etwa 60 Quadratmeter, und während der Löscharbeiten brachten die Rettungskräfte zwei Personen an die frische Luft, die wegen starker Rauchentwicklung das Gebäude nicht selbst verlassen konnten.

Widersprüchliche Angaben

In den bereitgestellten Quellen gibt es eine kleine Unstimmigkeit bei der Bewertung der Opfer. Der Freiwillige Bohdan Zuiakow berichtete lediglich über das Vorhandensein „Verletzter', ohne eine genaue Zahl zu nennen, während der staatliche Notfalldienst am 23. September offiziell bestätigte, dass zwei Personen verletzt wurden. In derselben Meldung der Rettungskräfte wird außerdem erwähnt, dass zwei Personen wegen Rauchentwicklung an die frische Luft gebracht wurden. Unklar ist, ob sich diese beiden Gruppen auf dieselben Personen beziehen oder ob es sich um verschiedene Opfer handelt; die genaue Zahl der Verletzten und Evakuierten wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht weiter präzisiert.

Kontext: Serie von Angriffen auf Kramatorsk

Der Angriff auf die Kirche und die Wohnhäuser war der nächste Fall einer Serie von Schlägen gegen die Stadt. Zuvor wurde berichtet, dass russische Truppen mit einer Fliegerbombe einen Evakuierungspunkt in Kramatorsk trafen. Die Behörden setzen die Evakuierung von Hunderten von Familien mit Kindern aus der Oblast Donezk fort, und die Einwohner, einschließlich ausländischer Freiwilliger, beschreiben den Alltag der Stadt unter Kriegsbedingungen.