In der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 griffen die Verteidigungskräfte der Ukraine das Ölraffinerie-Werk „Slawneft-JANOS“ in Jaroslawl in der Oblast Jaroslawl an. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf die Zusammenfassung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte. Laut Angaben der ukrainischen Militärs brach unmittelbar nach dem Angriff auf dem Gelände des Objekts ein Feuer aus.

Verlauf des Angriffs und Folgen

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte betont, dass das genaue Ausmaß des verursachten Schadens derzeit noch ermittelt wird und später mitgeteilt werden soll. Eine offizielle Bewertung der Zerstörungen lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Zusammenfassung somit noch nicht vor. Ukrainische und unabhängige Medien, die auf Videoaufnahmen vom Ort verweisen, dokumentieren ein aktives Brennen auf dem Gelände des Betriebs.

Was ist „Slawneft-JANOS“

Laut Erläuterung der Verteidiger ist „Slawneft-JANOS“ eines der größten Ölraffinerie-Unternehmen Russlands und gehört zur PAO „Slawneft“. Die Kapazität des Werks beträgt etwa 15 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Das Unternehmen arbeitet im vollständigen Raffinationszyklus und stellt eine breite Palette von Erdölprodukten her. Die ukrainische Seite weist zudem darauf hin, dass das Werk die Bedürfnisse der russischen Streitkräfte im Krieg gegen die Ukraine mitversorgt.

Serie von Angriffen auf Raffinerien

Der Angriff in Jaroslawl war Teil einer ganzen Serie von Schlägen gegen die Ölraffinerie-Infrastruktur. So stoppte die Raffinerie „LUKOIL-Nischnjegorodneftorgsintez“ (NORSI) in Kstowo am 26. August nach dem Angriff eines ukrainischen Drohnenangriffs die Verarbeitung von Rohöl. Auch die Afipsker Raffinerie in der Region Krasnodar wurde getroffen, wo eine Anlage zur gemeinsamen Verarbeitung von Gas und Gas kondensat in Brand geriet. In der Nacht vom 22. August griffen Drohnen die Nowokuibyschewsker Raffinerie in der Oblast Samara an.

Widersprüchliche Angaben

Einerseits wird sowohl der Angriff als auch das Feuer von mehreren Medien bestätigt – RBC-Ukraine, Svoboda, TVNET und Deutsche Welle. Andererseits gibt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte das Ausmaß des Schadens nicht bekannt, und das deutsche Medium DW betont, dass Drohnen die Raffinerie in Jaroslawl bereits zum achten Mal innerhalb eines Jahres getroffen haben. Eine unabhängige Bewertung der tatsächlichen Verluste des Betriebs und des Grades der Stilllegung der Raffination fehlt derzeit, daher bleiben die Angaben zur „Zerstörung“ einer der größten Raffinerien vorerst im Bereich der erwarteten offiziellen Zahlen.