Am 2. September 2026 trafen russische Drohnen eine der Universitäten in Kiew mitten während des Unterrichts, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Telegram-Kanal mitteilte, wie RBC-Ukraine berichtet. Demnach befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs rund 160 Studierende im Gebäude, die sich, so Selenskyj, rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Die konkrete Hochschule nannte Selenskyj in seiner Erklärung nicht.
Angriff auf die Universität während des Unterrichts
Ein zentraler Punkt der Erklärung des Präsidenten war, dass der Angriff genau dann stattfand, als an der Universität Unterricht lief. Selenskyj betonte, dass sich 160 Studierende im Bunker befanden, was seiner Einschätzung zufolge Opfer verhindert habe. Weder der Name der Hochschule noch die genaue Zahl der verletzten Studierenden wurden in der öffentlichen Erklärung genannt, wodurch ein Teil des Geschehens nicht offiziell bestätigt bleibt.
Nachtangriffe: Odessa, Cherson, Gebiet Charkiw
Neben Kiew meldete Selenskyj nächtliche Angriffe auf andere Regionen. Demnach wurden in Odessa ein Wohnhaus und die städtische Infrastruktur getroffen; fünf Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind. In Cherson trafen russische Kräfte laut dem Präsidenten ein Gebäude, in dem Rettungskräfte und Polizei untergebracht sind. Im Gebiet Charkiw blieben Tausende Menschen infolge eines Treffers ohne Stromversorgung, es gibt ebenfalls Verletzte.
Kiew: Brände und erneute Angriffe
Am Morgen des 2. September griff Russland den Berichten zufolge Kiew an, woraufhin ein Brand ausbrach; später wurde über erneute Angriffe berichtet. Es hieß, dass in der Hauptstadt ein sechsstöckiges Wohnhaus und eine Bildungseinrichtung brannten, außerdem trafen Drohnen ein Lager in Kiew. Insgesamt wurden in der Hauptstadt im Laufe des Tages mehrere Brandherde und Schäden an der Infrastruktur festgestellt.
Position Selenskyjs: Der Druck der Welt hat nicht gewirkt
Vor dem Hintergrund der Angriffe erklärte der Präsident, dass der Druck der internationalen Gemeinschaft Russland bislang nicht dazu gebracht habe, den Krieg zu beenden. Er merkte an, dass der Einsatz russisch-iranischer Drohnen des Typs „Schahed' gegen ukrainische Städte und Dörfer seiner Einschätzung nach faktisch die Erprobung einer Taktik darstelle, die Russland seiner Meinung nach auch für andere Völker vorbereite. Selenskyj wies zudem darauf hin, dass in vielen Regionen aufgrund der Bedrohung durch Raketen-Drohnen und KAB-Luftbomben die Luftalarme nicht abklingen.
Widersprüchliche Angaben
In den verfügbaren Erklärungen und Materialien gibt es Nuancen, die einer Klärung bedürfen. Erstens nannte Selenskyj die konkrete Universität, die getroffen wurde, nicht, obwohl einige Veröffentlichungen darauf hinweisen, dass die angegriffene Bildungseinrichtung im Zentrum Kiews liegt; ein offiziell bestätigter Name der Hochschule fehlt in der Erklärung des Präsidenten. Zweitens werden im Zusammenhang mit Kiew in verschiedenen Meldungen unterschiedliche Objekte genannt — eine Universität, ein sechsstöckiges Wohnhaus und ein Lager —, und es ist nicht immer eindeutig, ob es sich um denselben Vorfall oder um eine Serie einzelner Angriffe handelt. Schließlich beruhen die Angaben zu den Opfern (darunter „160 Studierende' und „fünf Verletzte in Odessa') auf der Erklärung des Präsidenten und können sich je nach Eingang von Daten der Notfallbehörden noch ändern.