In der polnischen Stadt Bydgoszcz ereignete sich ein Vorfall, der in der ukrainischen Diaspora und in diplomatischen Kreisen große Empörung auslöste. Am 14. August wurden in einem Parkbereich nahe dem Bahnhof zwei minderjährige ukrainische Staatsbürger – ein 14-jähriges Mädchen und ihr 12-jähriger Bruder – Opfer eines brutalen Angriffs durch Erwachsene. Auslöser der Aggression war das Gespräch der Kinder in ukrainischer Sprache, was bei Passanten Unmut hervorrief.
Details des Vorfalls und Handlungen der Angreifer
Laut Informationen des Generalkonsulats der Ukraine in Danzig waren die Angreifer ein Mann und eine Frau, die mit einem Hund spazieren gingen. Als sie die Kinder beim Sprechen Ukrainisch wahrnahmen, begannen sie, diese mit obszönen Beschimpfungen zu beleidigen. Die Situation eskalierte schnell zu körperlicher Gewalt: Die Erwachsenen drohten den Kindern nicht nur aufgrund nationaler Vorurteile mit Vergeltung, sondern fügten ihnen auch physische Verletzungen zu. Da der Vorfall an einem öffentlichen Ort stattfand, ist er aus Sicht der öffentlichen Sicherheit besonders beunruhigend.
Reaktion der diplomatischen Stellen und der Polizei
Das Generalkonsulat der Ukraine hat die Situation unter besondere Kontrolle gestellt. Die Diplomaten stehen in ständigem Kontakt mit der Mutter der betroffenen Kinder und leisten ihr rechtliche sowie psychologische Unterstützung. Zu dem Vorfall wurde bereits eine offizielle Anzeige bei der polnischen Polizei erstattet. Die Strafverfolgungsbehörden haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen die Angreifer. Die Behörde verurteilte diesen Akt des Rassismus entschieden und nannte ihn eine unzulässige Form der Intoleranz.
Zustand der Opfer und Kontext
Glücklicherweise ist die körperliche Gesundheit der Kinder nicht gefährdet, doch sie haben einen starken emotionalen Schock erlitten. Dieser Fall ist kein Einzelfall: Bereits wenige Tage zuvor, am 5. August, drohte ein Mann in Krakau zwei Ukrainern und schlug einer Frau ins Gesicht. Solche Vorfälle lösten Massenproteste in 22 polnischen Städten unter dem Motto „Sei nicht gleichgültig“ aus. Die Teilnehmer der Demonstrationen fordern von den Behörden strengere Maßnahmen zum Schutz von Ausländern vor Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.
Aktionsplan und Aufruf an Zeugen
Die Bekämpfung von Intoleranz und die Gewährleistung der Sicherheit von Ukrainern werden zu einem der Hauptpunkte bei der geplanten Sitzung des Konsulats mit der Führung der Woiwodschaft Pommern, den Bürgermeistern der Städte und den Polizeikommandanten gehören. Das Generalkonsulat ruft alle auf, die Zeugen des Vorfalls in Bydgoszcz waren oder Informationen über die Angreifer haben, unverzüglich bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Die Diplomaten betonen, dass Schweigen in solchen Fällen die Angreifer nur ermutigt.