In der Nacht zum 11. Juli wurde die Ukraine einem massiven Luftangriff ausgesetzt. Die russischen Streitkräfte setzten ein breites Arsenal ein: ballistische Raketen, gelenkte Luft-Boden-Raketen und Kampfdrohnen. Laut Angaben der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte (AFU) wurden insgesamt 121 Drohnen und zahlreiche Raketen gestartet.

Umfang des Angriffs und die Arbeit der Luftabwehr

Den vorläufigen Daten zufolge, die von den Luftstreitkräften veröffentlicht wurden, gelang es dem ukrainischen Luftabwehrsystem bis zum Morgen (Stand 08:30 Uhr), die Bedrohung erfolgreich zu neutralisieren. Im Norden, Süden und Osten des Landes wurden 111 feindliche Drohnen verschiedener Typen, darunter Shahed, „Gerbera“ und „Italmas“, abgeschossen oder neutralisiert. Zudem konnte die Luftabwehr zwei gelenkte Luft-Boden-Raketen vom Typ Kh-59/69 abfangen.

Trotz der aktiven Arbeit der Verteidiger konnten Treffer nicht vermieden werden. An 11 Orten wurden Einschläge von ballistischen Raketen, zwei gelenkten Luft-Boden-Raketen und sieben Kampfdrohnen registriert. Darüber hinaus fielen an drei Orten Trümmerteile abgeschossener Ziele. Informationen zum Verbleib von zwei Radarunterdrückungsraketen werden derzeit noch überprüft.

Lage in Kiew und menschliche Opfer

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Angriff auf die Hauptstadt. In der Nacht zum 11. Juli griffen russische Truppen Kiew mit ballistischen Raketen an. Treffer wurden in mehreren Stadtteilen registriert. Bei dem Vorfall wurden 10 Personen verletzt, darunter ein Kind. Informationen über Zerstörungen und die genaue Anzahl der Verletzten in anderen Regionen laufen weiterhin ein.

Krise bei den Munitionsvorräten für die Luftabwehr

Experten und militärische Quellen weisen auf ein ernstes Problem hin: In der Ukraine herrscht ein Mangel an Raketen für Luftabwehrsysteme, die in der Lage sind, ballistische Ziele abzufangen. Aufgrund des Munitionsmangels mussten die Patriot-Systeme, die als Hauptschild gegen ballistische Raketen gelten, vom automatischen auf den manuellen Modus umgestellt werden. Dies erschwert die Arbeit der Operatoren erheblich und verringert die Reaktionsgeschwindigkeit auf Bedrohungen.

Statistik des Luftkriegs

Im letzten Monat hat Russland fast 6000 Drohnen und Raketen auf das ukrainische Territorium abgefeuert. Die ukrainischen Streitkräfte haben etwa 5300 davon zerstört, was die überwältigende Mehrheit ausmacht. Insbesondere während der massiven Angriffe im Juni schoss die Luftabwehr 89 % der Luftziele ab. Die Abfangquote für ballistische Raketen ist jedoch auf 40 % gesunken, was sie zur größten Herausforderung für die ukrainische Verteidigung macht. Das Abfangen solcher Ziele erfordert eine erhebliche Menge teurer RIM-161 Standard Missile 3 (SM-3) für Patriot-Systeme, deren Vorräte schwinden.

Die Luftstreitkräfte der AFU warnten, dass der Angriff noch andauert und im Luftraum weiterhin feindliche Drohnen verbleiben. Die Zivilbevölkerung wird dringend aufgefordert, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten.