Die besetzte Krim steht vor einem beispiellosen Krisenfall: Die Halbinsel ist praktisch vollständig ohne Außenbeleuchtung. Systematische Angriffe auf die Energieinfrastruktur, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, haben dazu geführt, dass die nächtlichen Straßen der Region in Dunkelheit getaucht sind. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf Daten des Instituts für Kriegsstudien (ISW).
Massiver Schlag gegen das Energiesystem
Analysten betonen, dass die Kampagne zur Zerstörung von Energieanlagen konsequent und gezielt durchgeführt wurde. Das Ergebnis war nicht nur ein lokaler Stromausfall, sondern ein tatsächlicher Zusammenbruch des Außenbeleuchtungssystems auf dem gesamten Gebiet der Halbinsel.
Der Kommandeur der Drohnensysteme, Robert Browdy, gab Details zu einem großangelegten Angriff bekannt, der am 3. Juli durchgeführt wurde. An diesem Tag trafen ukrainische Streitkräfte mehrere kritisch wichtige Umspannwerke:
- «Tarkhankut»;
- «Wypasnoje»;
- «Belogorsk»;
- «Saki»;
- «Tawrija»;
- «Nikolajewka»;
- «Starij Krym»;
- «Westkrim».
Zu den Zielen gehörte auch die Gaskompressorstation «Klitschi». Die Angriffe wurden durch unabhängige Quellen bestätigt: Das NASA-FIRMS-Feuerüberwachungssystem registrierte thermische Anomalien in den Gebieten, in denen die genannten Objekte liegen.
Angriffe auf die militärische Infrastruktur
Parallel zur Zerstörung des Energienetzes setzen die ukrainischen Streitkräfte die Kampagne zur Zerstörung russischer militärischer und logistischer Objekte fort. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte einen Angriff auf die Eisenbahnbrücke über den Krasnogwardijski-Kanal sowie Angriffe auf eine Station für elektronische Kriegsführung in der Nähe von Artemiwka und eine Einheit für elektronische Aufklärung in Sewastopol.
Besonderes Augenmerk wurde auf Flugplätze gelegt. Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) berichtete über einen erneuten Angriff auf den Militärflugplatz Saki. Infolge des Angriffs wurden sieben Flugzeuge beschädigt, darunter Kampfflugzeuge Su-30SM, Su-30 und Bomber Su-24, sowie sieben Hangars, in denen sie untergebracht waren.
Ein weiterer Schlag war die Zerstörung zweier Hangars zur Lagerung von «Schahed»-Drohnen auf dem Flugplatz Gwardijskoje. Satellitenbilder, die am 3. Juli veröffentlicht wurden, zeigen die Schäden an diesen Objekten deutlich.
Veränderung der Kräfteverhältnisse im Schwarzen Meer
Vor dem Hintergrund erfolgreicher Operationen an Land und in der Luft erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine fundamentale Veränderung der Situation in der Region. Der Staatsoberhaupt stellte fest, dass Russland faktisch seine Vormachtstellung im Schwarzen Meer verloren hat. Während eines Treffens mit dem militärischen Kommando wurde ein Schema vorgestellt, auf dem die zerstörten Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte markiert waren, was die Wirksamkeit der ukrainischen Gegenmaßnahmen bestätigt.