Die Oblast Saporischschja wurde erneut zum Ziel russischer Angriffe. Im Laufe des Tages erfolgten Attacken auf die Stadt und das umliegende Gebiet unter Einsatz von Drohnen und Luftbomben. Wohnviertel, zivile Infrastruktur und Eisenbahnstrecken wurden getroffen, was zu menschlichen Opfern und Zerstörungen führte.
Morgen: Der erste Schlag auf die Stadt
Die Angriffe begannen früh am Morgen. Russische Streitkräfte griffen ein privates Wohnhaus in Saporischschja an. Durch die Explosion erlitt das Gebäude schwere Schäden. Laut dem Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja, Iwan Fedorow, wurde eine 45-jährige Frau zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus eingeliefert.
Gleichzeitig wurden Elemente der Eisenbahninfrastruktur beschädigt. Bei dem Vorfall erlitt ein 49-jähriger Mann Verletzungen. Die Lage in der Stadt blieb angespannt, da die Bedrohung durch neue Angriffe weiterhin bestand.
Fortsetzung der Angriffe und Brände
Im Laufe des Tages setzten die russischen Truppen die Beschussaktionen mit unbemannten Fluggeräten fort. Eine der Drohnen traf ein Infrastrukturobjekt, was einen Brand auslöste. Vorläufigen Berichten zufolge gab es auch bei diesem Vorfall Verletzte; die genaue Zahl wird noch geklärt.
Tragödie im Dorf Balabino
Nach 11:00 Uhr verlagerten sich die Angriffe auf das Dorf Balabino, das fünf Kilometer vom Oblastzentrum entfernt liegt. Die russischen Streitkräfte setzten Luftbomben (KAB) ein. Nach Angaben von Iwan Fedorow fielen die Sprengköpfe in unmittelbarer Nähe einer öffentlichen Bushaltestelle.
Dies hatte tragische Folgen: Drei Personen, die sich an der Haltestelle befanden, kamen ums Leben, eine weitere Frau erlitt Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich tagsüber, als die Menschen auf den Transport warteten.
Kontext der Eskalation
Die Angriffe auf Saporischschja dauern nun seit mehreren Tagen an. Noch am Nachmittag des 6. Juni wurde die Stadt von Drohnen angegriffen. Dabei traf eine Sprengladung das Dach eines Supermarkts, und in einem benachbarten Wohnhaus brach ein Feuer aus. Infolgedessen erlitten ein Vater und sein 10-jähriger Sohn Verletzungen: Das Kind wurde am Arm verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert, auch der Mann benötigte medizinische Hilfe.
Die Lage in der Region bleibt instabil, und zivile Objekte sind weiterhin bedroht.