Am Abend des 22. Juni wurde die Stadt Sumy Ziel eines massiven Angriffs der russischen Luftwaffe. Laut Angaben lokaler Behörden setzte der Gegner sechs gelenkte Luftbomben ein. Durch eine der Explosionen, die in unmittelbarer Nähe eines öffentlichen Verkehrsmittels stattfand, wurde ein Trolleybus vollständig zerstört.

Chronik der Tragödie

Die Informationen über das Ereignis bestätigte der amtierende Bürgermeister von Sumy, Artem Kobzar. Er berichtete, dass der Feind eine Serie von Angriffen auf die Stadt verübt habe, was zu schweren Zerstörungen und Bränden führte. Eine der Bomben fiel in der Nähe eines Trolleybusses, der sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht weit vom Epizentrum der Explosion befand. Das Feuer griff schnell auf das Fahrzeug über und vernichtete es vollständig.

Verletzte und Folgen

Die Tragödie blieb nicht ohne menschliche Opfer und Verletzte. Der 60-jährige Fahrer des Trolleybusses erlitt schwere Verletzungen. Ärzte brachten den Mann dringend ins Krankenhaus, wo sein Zustand als schwerwiegend eingestuft wurde. Derzeit befindet er sich unter ärztlicher Aufsicht.

Am Ort der Bombenabwürfe und der Brände arbeiten alle zuständigen Notdienste. Derzeit wird aktiv an der Beseitigung der Folgen des Angriffs gearbeitet: Feuerwehrleute löschen die Brandherde, während Rettungskräfte den Schaden einschätzen.

Kontext der Eskalation

Der Angriff auf Sumy erfolgt vor dem Hintergrund eines verstärkten Drucks der russischen Truppen auf die Verkehrsinfrastruktur der Region. Bereits Anfang Juni hatte der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij Besskrestnow, vor systematischen Angriffen auf die Verkehrsanbindung zwischen Charkiw und Sumy gewarnt.

Laut ihm hat der Gegner für die Angriffe einen Straßenabschnitt in der Nähe der Stadt Bohoduchiw gewählt, der etwa 20 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt liegt. Der Vorfall mit dem Trolleybus bestätigt, dass die Angriffe auf Infrastruktur und bewohnte Orte mit hoher Intensität fortgesetzt werden.