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title: "Lähmung der 'Öladern': Wie die Angriffe auf Tuapse die russische Wirtschaft treffen"
description: "Der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, erklärte, dass die Angriffe auf Tuapse den größten Ölhafen Russlands gelähmt haben. 🛢️🔥 Die Einstellung des Exports von 20 % des Öls löst eine systemische Krise aus, die nicht durch die Verlagerung von Ressourcen in andere Häfen kompensiert werden kann. 💸📉"
date: 2026-06-14T06:44:00.000Z
lang: de
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publisher: "XAB.info"
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# Lähmung der 'Öladern': Wie die Angriffe auf Tuapse die russische Wirtschaft treffen

![Oleg Pletenchuk, Koordinator des maritimen Zentrums, bei einer Pressekonferenz in Odessa, die die Auswirkungen von Angriffen auf Tuapse auf die russische Wirtschaft diskutiert.](https://xab.info/media/2026/06/14/udary-po-tuapse-paralizovali-neftyanoi-sektor-rossii/udary-po-tuapse-paralizovali-neftyanoi-sektor-rossii-1.webp)

Die Angriffe der ukrainischen Verteidigungskräfte auf den russischen Ölsektor sind längst keine punktuellen Aktionen mehr. Laut dem Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletenchuk, haben diese Maßnahmen einen systemischen Schlag gegen die wichtigste Einnahmequelle Russlands geführt und damit die Grundlage der Kriegsfinanzierung untergraben. Dies erklärte er in einer Sendung des Fernsehsenders FREEDOM.

### Zusammenbruch der Logistik und Verlust von 20 % der Exporte

Der entscheidende Faktor war die Einstellung des Betriebs des Tuapser Ölraffineriekomplexes (NPS) und des angrenzenden Meersterminals von Rosneft. Nach einer Serie massiver Angriffe ukrainischer Drohnen wurde die Ölverschiffung aus diesem Knotenpunkt vollständig eingestellt.

«Im vergangenen Monat wurde aus Tuapse überhaupt kein Öl verschifft. Angesichts der Tatsache, dass hier etwa 20 % des russischen Öls per Tanker verschifft wurden, ist dies ein schwerwiegender Schlag», betonte Pletenchuk. Er erinnerte daran, dass der Hafen von Tuapse der größte in der Russischen Föderation ist und seine Stilllegung ein gewaltiges Vakuum in den Exportmöglichkeiten des Landes schafft.

### Technologischer Sackgasse: Warum Öl nicht einfach umgeleitet werden kann

Der Marinevertreter wies auf eine versteckte Bedrohung für die russische Wirtschaft hin, die über den reinen Umsatzverlust hinausgeht. Das Problem liegt in der technologischen Starrheit der Ölinfrastruktur.

«Der Verlust solcher Exportmöglichkeiten wird das Gesamtbild beeinflussen. Denn man kann dieses Öl nicht einfach beispielsweise in den Hafen Ust-Luga an der Ostsee umleiten. So funktioniert das nicht», erläuterte Pletenchuk.

Die Infrastruktur wurde über Jahrzehnte aufgebaut und auf einen stabilen Betrieb sowie bestimmte Routen ausgelegt. Wenn das Öl nicht verschifft werden kann, löst dies eine Kettenreaktion aus, die die gesamte Branche betrifft, einschließlich der Förderung selbst, die nicht einfach aufgrund logistischer Probleme gestoppt werden kann.

### Kräfteverhältnis und Ausmaß der Zerstörungen

Die Tuapser Raffinerie ist die einzige Anlage dieser Größenordnung an der Schwarzmeerküste mit einer Kapazität von rund 12 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Sie fungiert als ein kritischer Knotenpunkt, der Förderung, Verarbeitung und Export verbindet.

Die Chronologie der Angriffe zeigt die Konsequenz und Effektivität der ukrainischen Aktionen:

    - **28. April:** Dreifacher Drohnenangriff auf den Ölterminal. Massiver Brand, Evakuierung der Bewohner, Zerstörung von 24 Tanks.

    - **30. April:** Satellitenbilder bestätigten massive Schäden an der Infrastruktur.

    - **1. Mai:** Neuer Angriff auf die Raffinerie, es brach ein Großbrand aus.

    - **Nacht vom 26. auf den 27. Mai:** Wiederholte Zerstörung des Werks, Brand und Rauchentwicklung wurden registriert.

Gegenwärtig ist der Betrieb des Unternehmens faktisch eingestellt, was der russischen Logistiksystem einen langfristigen Schaden zufügt.