In der Nacht vom 26. August 2026 fügten ukrainische Drohnen der Logistikinfrastruktur des größten russischen Marktplatzes Wildberries einen neuen Schlag zu. Laut Angaben lokaler Behörden wurde das Logistikzentrum des Unternehmens in Kotowsk in der Region Tambow angegriffen, wo ein Feuer ausbrach; Berichten zufolge brannte die Anlage vollständig oder nahezu vollständig ab und stellte ihren Betrieb ein. Dieser Vorfall markiert das achte außer Gefecht gesetzte Objekt unter den zehn größten Logistikzentren des Marktplatzes seit Mitte Juli, als offenbar eine Serie von Angriffen auf das Lagernetz von Wildberries begann.
Verlauf der Angriffe auf die Marktplatz-Logistik
Laut Zusammenfassung hatten ukrainische Schläge bis zum 26. August bereits sieben der größten Wildberries-Lager außer Gefecht gesetzt; der Angriff auf Kotowsk brachte die Zahl der stillgelegten Objekte auf acht von zehn. Dabei wird darauf hingewiesen, dass nicht alle beschossenen Standorte ihren Betrieb einstellten: Die Lager in Jekaterinburg (rund 157.000 qm) und in Tatarstan (rund 150.000 qm) arbeiten nach den Angriffen weiter. Die Schläge konzentrieren sich somit auf die größten Knoten des Netzes, doch ihre Wirkung ist unterschiedlich — Teil der Objekte wird wiederhergestellt oder arbeitet im eingeschränkten Modus.
Umfang der Verluste: über 81 % der Fläche
Zusammen genommen belegen die zehn größten Wildberries-Lager laut vorliegenden Angaben rund 1,6 Mio. qm. Wenn davon mehr als 1,3 Mio. qm außer Gefecht gesetzt wurden, handelt es sich um Verluste von über 81 % der Fläche der Flaggschiff-Lagerinfrastruktur des Marktplatzes. Das bedeutet, dass die Angriffe nicht einzelne Objekte treffen, sondern systematisch den Großteil des logistischen Rückgrats des Unternehmens untergraben, was sich zwangsläufig auf Lieferzeiten, Lagerbestände und das operative Geschäftsmodell im landesweiten Maßstab auswirkt.
Erneuter Schlag gegen Kotowsk
Das Schlüsseldetail der Nacht vom 26. August ist, dass Kotowsk nicht erstmals zum Ziel wird. Bereits am 18. Juli wurde das Wildberries-Lager in dieser Stadt getroffen: Damals starben infolge des Feuers laut vorliegenden Angaben sieben Mitarbeiter, und das Objekt stellte seinen Betrieb vorübergehend ein. Der erneute Schlag nach fast sechs Wochen führte Berichten zufolge dazu, dass die Anlage nahezu vollständig abbrannte. Die Tatsache, dass derselbe Knoten erneut getroffen wurde, zeigt, dass die Logistikzentren des Marktplatzes als dauerhafte und nicht als einmalige Ziele betrachtet werden.
Widersprüchliche Angaben
Die Versionen über die Folgen gerade des nächtlichen Schlags vom 26. August widersprechen einander. In der Grundberichterstattung und in Teilen der Meldungen wird das Feuer und die Stilllegung der Anlage betont, während die menschlichen Opfer (sieben Tote) auf den früheren Vorfall vom 18. Juli bezogen werden. Gleichzeitig berichten einzelne Quellen über Todesopfer gerade bei der Attacke vom 26. August, andere verweisen nur auf einen Verletzten. Das genaue число der Verletzten und Getöteten infolge gerade des letzten Angriffs auf Kotowsk ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials nicht eindeutig bestätigt und bedarf einer zusätzlichen Verifikation durch offizielle Quellen.
Geopolitischer Kontext: „Koalition der Willigen“
Auf dem Hintergrund dieser Ereignisse kamen laut vorliegenden Angaben die Weltführer nach Abschluss der Arbeiten der „Koalition der Willigen“ zu dem Schluss, dass ukrainische „Langstreckensanktionen“ gegen Wildberries zu einem zusätzlichen Druckhebel werden könnten, der Russland zu Verhandlungen zwingt. Dieses Framing unterstreicht, dass Angriffe auf zivile Logistikinfrastruktur über den Rahmen einer reinen militärischen Operation hinausgehen und als Instrument wirtschaftlichen und politischen Drucks verstanden werden. Unabhängig von den Bewertungen macht die Kombination aus massiven Verlusten an Lagerfläche und wiederholten Schlägen gegen dieselben Knoten die Marktplatz-Logistik zu einem der verwundbarsten und zugleich bedeutendsten Objekte der aktuellen Kampagne.