Am Morgen des 5. Augusts wurde Charkiw erneut angegriffen. Die russischen Streitkräfte feuerten neue Drohnenraketen auf die Stadt ab – sogenannte „Banderoles“. Der Angriff betraf zwei Stadtteile: Nowobawarskyj und Cholodnohirska. Dabei wurden 11 Personen verletzt, Wohnhäuser und ein ziviles Unternehmen beschädigt.

Details des Angriffs

Laut der Regionalanwaltschaft wurden vier Drohnenraketen vom Typ „Banderoles“ auf Charkiw abgefeuert. Eine davon traf ein Produktionsunternehmen im Stadtteil Nowobawarskyj – das Objekt hat keine militärische Funktion. Eine weitere Rakete traf ein Privathaus im Stadtteil Cholodnohirska. Zudem wurden Schäden an Fenstern von Mehrfamilienhäusern im Stadtteil Nowobawarskyj festgestellt.

Verletzte

Insgesamt wurden 11 Personen verletzt – acht Männer und drei Frauen. Darunter:

  • Im Stadtteil Nowobawarskyj erlitten Männer im Alter von 44, 45, 71, 72 und 81 Jahren Verletzungen durch die Explosion. Alle wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Ein weiterer 44-jähriger Mann litt unter einer akuten Stressreaktion.
  • Im Stadtteil Cholodnohirska wurde ein 54-jähriger Mann verletzt und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Vier weitere Anwohner im Alter von 48, 50, 75 und 77 Jahren erlitten eine akute Stressreaktion.

Zustand der Verletzten

Stand 18:54 Uhr befinden sich zwei Verletzte noch in Krankenhäusern. Ihr Zustand wird von den Ärzten als stabil schwerwiegend eingestuft. Dies teilte der Leiter der Regionalen Militärverwaltung von Charkiw, Oleksandr Synegubow, mit.

Ausmaß der Zerstörung

Durch die Treffer wurden 19 Wohnhäuser beschädigt. Im Stadtteil Cholodnohirska wurden mindestens 10 Häuser und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terekhow, bestätigte, dass der Angriff auf die Zivilbevölkerung gerichtet war und die verwendete Waffe ein neuer Typ ist, der von den russischen Streitkräften eingesetzt wird.

Reaktion der Behörden

Der Bürgermeister betonte, dass das Ziel des Angriffs ein ziviles Unternehmen ohne militärische Funktion war. Dies deutet auf einen systematischen Charakter der Angriffe auf Infrastruktur und Wohngebiete hin. Die Behörden setzen ihre Arbeit zur Unterstützung der Betroffenen und zur Wiederherstellung der beschädigten Objekte fort.