In der Nacht wurden in Russland großangelegte Angriffe mit unbemannten Fluggeräten registriert. Der Hauptangriff richtete sich gegen die Region Tambow, wo ein strategisch wichtiger Standort der Rüstungsindustrie unter Beschuss geriet, sowie gegen Moskau, wo die Flugabwehrsysteme eine massive Invasion von Drohnen abwehren mussten.

Angriff auf das Werk „Progress“ in Mitschurinsk

Eines der Hauptereignisse der Nacht war der Angriff auf das Werk „Progress“ in der Stadt Mitschurinsk. Das Unternehmen ist eines der größten in der Region Tambow und spielt eine Schlüsselrolle in der russischen Rüstungsindustrie. Laut OSINT-Kanälen trafen unbekannte Drohnen das Werksgelände.

Das Werk „Progress“ ist spezialisiert auf die Herstellung von Ausrüstung für Steuerungssysteme von Flugzeugen und Raketen. Neben militärischer Produktion stellt das Unternehmen elektrotechnische Geräte und Produkte für die Öl- und Gasindustrie her. Zuvor wurde berichtet, dass das Werk Komponenten für die Angriffsdrohnen „Schahed“ sowie für die Raketenkomplexe „Iskander-M“ und „Kalibr“ herstellt.

Auf von Augenzeugen aufgenommenen Aufnahmen sind die Geräusche fliegender Drohnen zu hören, denen heftige Explosionen folgen. Nach den Treffern brach auf dem Werksgelände ein Feuer aus.

Moskau im Ring der Drohnen

Parallel zum Angriff auf das Industriewerk in Mitschurinsk wurde die russische Hauptstadt einem massiven Angriff ausgesetzt. Der Bürgermeister von Moskau, Sergei Sobjanin, berichtete in seinem Telegram-Kanal über die Arbeit der Flugabwehrsysteme gegen Dutzende von Drohnen.

„Die Flugabwehr des Verteidigungsministeriums hat acht UAVs abgeschossen, die auf Moskau zu flogen. Spezialisten der Notdienste arbeiten am Ort des Absturzes der Trümmer“, schrieb der Stadtoberhaupt gegen Mitternacht. Später folgten weitere Meldungen über die Abwehr von Angriffen.

Es ist nicht der erste Fall, in dem Drohnengruppen auf Moskau zufliegen. Zuvor, am 4. Mai, stürzte eine unbekannte Drohne in ein mehrstöckiges Wohnhaus in der Mosfilmowskaja-Straße. In derselben Nacht wurden aktive Angriffe auch in der Krim registriert.