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title: "Starker Anstieg der Benzinpreise in Russland: Wie ukrainische Angriffe auf Raffinerien die Wirtschaft beeinflussen"
description: "In Russland sind die Benzinpreise im Juni um 6,88 % gestiegen – ein Rekordanstieg in sechs Monaten. Analysten führen den Kraftstoffmangel in 78 Regionen auf ukrainische Angriffe auf Raffinerien und Logistik zurück. 🇺🇦⛽️📉"
date: 2026-07-12T03:02:00.000Z
lang: de
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# Starker Anstieg der Benzinpreise in Russland: Wie ukrainische Angriffe auf Raffinerien die Wirtschaft beeinflussen

![Fahrer an einer Tankstelle in Russland: starker Anstieg der Benzinpreise aufgrund von Angriffen auf Raffinerien](https://xab.info/media/2026/07/12/rost-cen-na-benzin-v-rossii-iz-za-udarov-po-npz/rost-cen-na-benzin-v-rossii-iz-za-udarov-po-npz-1.webp)

In Russland wurde im Juni ein beispielloser Anstieg der Kraftstoffpreise für Kraftfahrzeuge verzeichnet. Laut Analysten war der entscheidende Faktor, der diesen Sprung ausgelöst hat, die ukrainischen Angriffe auf die Infrastruktur der Erdölverarbeitung und Objekte der Kraftstofflogistik.

Diese Informationen stammen von RBK-Ukraine unter Berufung auf einen Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW). Die Situation auf dem Markt für Kraftstoffe und Schmierstoffe spitzte sich Anfang des Sommers zu, als die Verbraucherpreise schnell zu steigen begannen.

### Statistik des Anstiegs: Juni-Rekord

Die Analysten des ISW stützen sich auf Daten der russischen Agentur „Interfax“ und des Bundesdienstes für Statistik (Rosstat) und nennen schockierende Zahlen. Im Juni stiegen die Benzinpreise im Durchschnitt um 6,88 %. Zum Vergleich war die Dynamik in den Vormonaten deutlich geringer: Im Mai betrug der Anstieg 0,85 %, im April 0,61 %, im März 1,08 %, im Februar 0,61 % und im Januar 1,35 %.

Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Kraftstoffsorten zeigt für den Juni folgendes Bild:

    - Benzin AI-92 verteuerte sich um 7,3 %.

    - Benzin AI-95 — um 6,7 %.

    - Benzin AI-98 — um 3,1 %.

    - Dieselkraftstoff — um 7,1 %.

Betrachtet man die langfristige Perspektive, so stiegen die Benzinpreise im Jahresvergleich (von Juni 2025 bis Juni 2026) um fast 20 %. Dabei belief sich der Anstieg im gesamten Jahr 2024 auf 11,13 % und am Ende des Jahres 2025 auf 10,78 %.

### Ursachen der Krise: Angriffe auf die Infrastruktur

Die Experten des ISW sind überzeugt, dass der rapide Preisanstieg bei Kraftstoffen einen direkten kausalen Zusammenhang mit der ukrainischen Kampagne der Fernangriffe hat. Im Visier gerieten russische Erdölraffinerien sowie Lagerstätten und Lieferwege für Kraftstoff in die besetzten Gebiete.

Die Situation verschärfte sich durch die Koinzidenz mit der Zeit des traditionell hohen saisonalen Bedarfs, was den Mangel an Tankstellen zusätzlich verstärkte. Nach Schätzungen des Instituts hat der Benzinmangel bereits mindestens 78 der 83 russischen Regionen sowie die vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine betroffen.

### Folgen für Front und Hinterland

Die Analysten gehen davon aus, dass eine weitere Intensivierung der ukrainischen Angriffe die Situation noch weiter verschärfen könnte. Das russische Luftabwehrsystem konnte solchen Angriffen bisher nicht effektiv begegnen, was den Weg für neue Probleme ebnen könnte.

Dies könnte nicht nur zu einem weiteren Preisanstieg für die Zivilbevölkerung führen, sondern sich auch negativ auf die Versorgung der russischen Truppen im Hinterland und an der Frontlinie auswirken. Als Reaktion auf diese Herausforderungen haben die russischen Streitkräfte in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine ein neues Schema für den Kraftstofftransport eingeführt. Nach vorliegenden Daten tarnen die Besatzer Kraftstofftanks in gewöhnlichen Lastwagen, um solche Transporte weniger auffällig zu machen.