In der öffentlichen Datenbank des Benchmarks Geekbench 7 sind die Testergebnisse des neuen Flaggschiff-Prozessors Apple M5 Ultra aufgetaucht. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf die in dem System erfassten Werte. Der Test fand auf einer professionellen Desktop-Workstation Mac Studio statt, die mit dem neuen M5-Ultra-Chip und 256 GB Unified Memory ausgestattet ist. Das Auftauchen frischer Ergebnisse im offenen Benchmark-Register kündigt traditionell die baldige offizielle Vorstellung der Plattform an, wobei Apple selbst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels den Start des Chips nicht bestätigt hat.

Was die Tests zeigten

Im spezialisierten Grafiktest Geekbench 7 Metal erzielte die Neuigkeit 360.019 Punkte. Zum Vergleich: Der bisherige Flaggschiff Mac Studio auf Basis des M3-Ultra-Chips erreichte unter ähnlichen Bedingungen 255.009 Punkte. Damit beträgt der Anstieg der Grafikleistung laut Leckage mehr als 40 % gegenüber dem Vorgänger – ein beachtlicher Sprung für eine einzige Chip-Generation.

Kontext und Vergleich mit der Konkurrenz

Neben der Grafikunterstützung ermöglichen die neuen Daten zum M5 Ultra in Geekbench 7 auch eine Bewertung der Rechenleistung: Laut Berichten einschlägiger Fachmedien erzielt der Chip in einzelnen Tests Ergebnisse, die sogar den 96-Kern-Prozessor AMD Ryzen Threadripper PRO 9995WX übertreffen. Zusammen mit den zuvor geleakten Daten zum Zentralprozessor deutet dies auf einen enormen Leistungszuwachs bei komplexen Rechenaufgaben und der 3D-Grafik hin – was insbesondere für professionelle Einsatzszenarien wie Rendering, neuronale Berechnungen und die Verarbeitung großer Datenmengen von Bedeutung ist.

Begrenzungen des Benchmarks

Wichtig ist zu beachten, dass der Metal-Test speziell für das Apple-Ökosystem entwickelt wurde; die erzielten Werte erlauben daher keinen direkten Vergleich der Grafiksysteme des M5 Ultra mit diskreten Grafikkarten von Nvidia oder AMD. Für einen korrekten Vergleich mit der Konkurrenz müssen die Ergebnisse in den plattformübergreifenden Tests OpenCL und Vulkan abgewartet werden, die in der Leckage bislang fehlen.

Widersprüchliche Daten

Beim Vergleich der Ergebnisse gibt es eine wesentliche Einschränkung, die die Quellen nicht immer hervorheben: Der M5-Ultra-Test wurde in einer Konfiguration mit 256 GB Unified Memory durchgeführt, während der erfasste Wert des Vorgängers M3 Ultra auf einer Workstation mit 512 GB Speicher basiert. Der Vergleich „360.019 gegen 255.009“ ist demnach hinsichtlich des Speicherumfangs nicht vollständig gleichwertig, und ein Teil der Differenz könnte nicht nur auf die Chip-Architektur zurückzuführen sein. Darüber hinaus handelt es sich bei Metal um einen proprietären Apple-Test, sodass der angegebene Leistungszuwachs bis zum Vorliegen von Daten in OpenCL und Vulkan nicht als unabhängiger Beleg für die Überlegenheit gegenüber Lösungen anderer Hersteller gelten kann. Schließlich beziehen sich alle Zahlen bislang auf Leckagen aus der Benchmark-Datenbank und sind nicht durch ein offizielles Apple-Pressestatement bestätigt.

Was das für Nutzer bedeutet

Bestätigt sich die Leckage, wird der M5 Ultra zum leistungsstärksten Chip in der Apple-Linie für Desktop-Workstations und eröffnet ein neues Leistungsniveau für professionelle Aufgaben. Die erwartete Mac-Studio-Konfiguration mit diesem Chip richtet sich an Content Creator, Entwickler und Ingenieure, für die Rendering-Geschwindigkeit und die Arbeit mit 3D- und neuronalen Modellen entscheidend sind. Apple gibt die offiziellen Spezifikationen, Preise und Verkaufszeiträume in der Regel auf eigenen Präsentationen bekannt; endgültige Schlüsse sollten daher erst nach dem offiziellen Ankündigungszeitpunkt gezogen werden.