Das WM-Finale zwischen den Nationalmannschaften Argentiniens und Spaniens endete nach regulärer Spielzeit mit 0:0-Unentschieden. Die Statistik des Spiels lieferte der Fußballwelt jedoch einen einzigartigen und wohl seltsamsten Gegenrekord in der Geschichte der entscheidenden WM-Spiele.
Die amtierenden Weltmeister aus Argentinien verpassten erstmals in der Geschichte der Finalspiele jeden Schuss auf das Tor des Gegners. Die offiziellen Statistiken der FIFA bestätigten diese Tatsache: In 90 Minuten Spielzeit verpasste kein einziger Spieler der argentinischen Mannschaft einen Schuss ins Tor oder vorbei am Tor von Unai Simón.
Gleichzeitig dominierte die spanische Nationalmannschaft, die als „Furia Roja“ bekannt ist, im Angriff. Laut Statistik schuf Luis Enriques Mannschaft 19 Torchancen vor Emiliano Martínez. Dieser Kontrast in der Aktivität der Mannschaften wurde zum Hauptthema der Diskussionen nach dem finalen Pfiff.
Historisches Minimum an Aktivität
Das Spiel stellte noch einen weiteren bedauerlichen Rekord auf. Im ersten Halbfinale wurden insgesamt nur drei Schüsse auf das Tor von beiden Mannschaften registriert. Noch nie zuvor in der Geschichte der WM-Finals wurde in den ersten 45 Minuten des Spiels ein so niedriger Aktivitätsgrad verzeichnet.
Bisher in der Geschichte der WM-Finals schoss mindestens eine der Mannschaften auf das Tor des Gegners. Argentinien wurde zum ersten Finalisten, der nicht einmal einen Versuch unternahm, den Torwart des Gegners im gesamten regulären Spielzeit zu treffen.