Der ukrainische Künstler Arsen Mirzojan sprach im Interview mit der Sendung „Meine Geschichte' offen über seine Rolle in Kriegszeiten. Der Musiker teilte Details darüber, wie seine Familie die Streitkräfte der Ukraine unterstützt, und äußerte sich zur möglichen Mobilisierung.

Effizienz statt Heroik

Mirzojan schließt ein Szenario nicht aus, in dem er selbst in den Reihen stehen könnte. Seine Haltung basiert jedoch auf dem Prinzip der maximalen Effizienz: Jeder Mensch sollte die Aufgaben übernehmen, bei denen er den größten Nutzen stiften kann. Nach Ansicht des Künstlers blieben seine Funktionen gleich, falls er in eine bestimmte Einheit eingegliedert würde – nur im Rahmen der Militärstruktur.

Mirzojan ist derzeit der Ansicht, dass seine Hauptaufgabe in der Freiwilligentätigkeit und der Unterstützung der Kämpfer liegt. Er besucht regelmäßig die Frontlinien, erfüllt die Anfragen der Soldaten und gibt Konzerte. „Ein Musiker an den Frontlinien ist ein sehr seltenes Phänomen... Aber ein Künstler muss so sein, dass die Kämpfer ihm vertrauen', betonte er.

Eine Million Hrywnja pro Monat

Zusammen mit seiner Frau, Tonia Matwiienko, engagiert sich Arsen Mirzojan aktiv bei der Spendensammlung. Der Künstler gab zu, dass heute fast jeder seiner Konzerte einen wohltätigen Charakter hat und die erzielten Einnahmen für die Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine verwendet werden.

„Im Durchschnitt schaffen wir es, monatlich eine Million Hrywnja anzuhaufen, zu akkumulieren und auszugeben. Ich bin jedes Mal selbst überrascht, wie uns das gelingt, denn der durchschnittliche Spendebetrag sinkt. Ich freue mich, dass es Vertrauen gibt und man nicht die Hände sinken lässt, sondern vorwärtsgeht', teilte der Musiker mit.

Private Konzerte für Pick-ups

Mirzojan erzählte auch davon, wie er seine Auftritte in Hilfe für die Front umwandelt. Er führt ein Beispiel für die Interaktion mit einflussreichen Personen an: Wenn ihm ein Auftritt bei einer privaten Veranstaltung angeboten wird, zum Beispiel zu einem Geburtstag, wird die Diskussion über das Honorar durch die Diskussion über konkrete Militärfahrzeuge ersetzt.

„Ich brauche einen Pick-up. Und das war's', so beschreibt der Künstler die Essenz solcher Vereinbarungen. Unter den aktuellen Umständen ist die Familie Mirzojans vollständig auf die Unterstützung der Armee fokussiert und verwandelt ihre Kunst in ein Instrument zur Unterstützung der Verteidigung.