In diplomatischen Kreisen entbrennt ein neuer Konflikt. Das Außenministerium Aserbaidschans lud den Botschafter der Russischen Föderation, Michail Jewdokimow, zu einem Treffen ein, das in Baku als „warmes Gespräch' charakterisiert wurde. Auslöser für diesen scharfen Ton war ein weiterer Angriff auf Objekte der aserbaidschanischen Ölgesellschaft SOCAR auf ukrainischem Territorium.

Protestnote und neue Vorfälle

Wie die Pressestelle des aserbaidschanischen Außenministeriums mitteilt, wurde dem russischen Botschafter eine Protestnote überreicht. Der Hauptauslöser war die Zerstörung einer SOCAR-Tankstelle in der Region Nikolajew, die am Abend des 5. Juli geschah. Die Diplomaten betonen, dass dies kein Einzelfall ist, sondern Teil einer Serie von Vorfällen, die aserbaidschanischen Interessen schaden.

Laut dem Außenministerium wurden zuvor im Rahmen von Kampfhandlungen auch Objekte des Unternehmens in der Region Odessa beschädigt. Durch die Angriffe entstand erheblicher Sachschaden, und Mitarbeiter von SOCAR wurden verletzt. Darüber hinaus wurden in Baku Schäden an Gebäuden des Unternehmens festgestellt, die durch die Handlungen der russischen Streitkräfte verursacht wurden.

Forderung nach Untersuchung und Schutz

Als Reaktion auf diese Ereignisse forderte Aserbaidschan Moskau auf, offizielle Erklärungen abzugeben. Baku verlangt eine umfassende Untersuchung aller genannten Vorfälle und erinnert eindringlich an die Notwendigkeit der Einhaltung internationaler Verpflichtungen zum Schutz ziviler Objekte und diplomatischer Vertretungen.

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew betonte in seiner Erklärung, dass Russland dreimal Energieobjekte und das Gebäude der aserbaidschanischen Botschaft in der Ukraine angegriffen habe. Als Reaktion auf diese Provokationen hat das Land spezielle Erklärungen abgegeben, den Botschafter informiert und eine entsprechende diplomatische Note eingereicht.

Vorfall mit der Botschaft in Kiew

Während des Treffens wurde besonderes Augenmerk auf einen Vorfall gelegt, der im November 2025 stattfand. Der russische Botschafter wurde zum Gebäude des Außenministeriums Aserbaidschans geladen, um Protest gegen das Eindringen einer „Iskander'-Rakete auf das Gelände der aserbaidschanischen Botschaft in Kiew zu äußern. Dieser Vorfall wurde zu einem weiteren Grund für eine ernste diplomatische Spannung zwischen den beiden Ländern.