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title: "Asymmetrische Antwort: Wie die Ukraine plant, Russland einen Schaden zuzufügen, der die Kosten der Angriffe um das 50-fache übersteigt"
description: "Der amtierende ukrainische Verteidigungsminister Jewhen Chmara enthüllte die Strategie asymmetrischer Angriffe: Das Ziel ist es, Russland einen Schaden zuzufügen, der 50-mal höher ist als die Kosten der Operation. Im Interview mit Laura Lumer sprach er über Angriffe auf die Ölindustrie, die Operation „Spinnennetz“ und Führungsprinzipien, die auf persönlichem Vorbild basieren. 🇺🇦🚀"
date: 2026-07-29T10:16:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/asymmetrische-antwort-ukraine-plan-50-facher-schaden-russland
tags: [evgeniy-khmara, ukraine, russia, laura-lumer, sbu]
publisher: "XAB.info"
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# Asymmetrische Antwort: Wie die Ukraine plant, Russland einen Schaden zuzufügen, der die Kosten der Angriffe um das 50-fache übersteigt

![Ukrainischer SBU-Soldat im Tarnanzug mit der ukrainischen Flagge im Hintergrund, der eine asymmetrische Antwort auf russische Angriffe symbolisiert](https://xab.info/media/2026/07/29/evgeniy-khmara-strategiya-asimmetrichnykh-udarov-po-rossii/evgeniy-khmara-strategiya-asimmetrichnykh-udarov-po-rossii-1.webp)

Unter den Bedingungen des anhaltenden Konflikts hat sich die Strategie Kiews vom klassischen militärischen Konfrontationsmodell zu asymmetrischen Aktionen verschoben. Der amtierende ukrainische Verteidigungsminister Jewhen Chmara enthüllte in einem exklusiven Interview mit der amerikanischen Bloggerin Laura Lumer die Logik hinter den Langstreckenanschlägen auf russischem Territorium.

Laut Chmara kann sich die Ukraine angesichts der zahlenmäßigen und ressourcenmäßigen Überlegenheit des Gegners nicht leisten, im wörtlichen Sinne mit „Schlag für Schlag“ zu antworten. Stattdessen setzt man auf die wirtschaftliche Effizienz der Operationen: Dem Feind einen Schaden zuzufügen, der die Kosten der Angriffe selbst vielfach übersteigt.

### Die Ökonomie des Krieges: Die Formel 2 zu 100

Das vom amtierenden Minister geäußerte Schlüsselprinzip besteht in einer strengen Berechnung der Rentabilität militärischer Aktionen. Ziel der ukrainischen Operationen ist es, einen Indikator zu erreichen, bei dem die Kosten eines Angriffs etwa 2 % des dem Gegner zugefügten Schadens betragen. Das bedeutet, dass die Ukraine für jeden investierten Dollar dem Feind 50 Dollar an Schäden zufügen möchte.

Als Beispiel für eine solche Effizienz führte Chmara die Angriffe auf die Ölinfrastruktur Russlands an. Attacken auf Kraftstoffterminals und Raffinerien untergraben nicht nur die Logistik der Armee, sondern treffen auch die Wirtschaft des Aggressorstaates und berauben ihn von Exporteinnahmen.

Besonderes Augenmerk wurde auf innovative Kampagnen mit unbemannten Fluggeräten gelegt. Chmara erinnerte an die Operation „Spinnennetz“ – einen massiven Drohnenangriff auf russische strategische Bomber. Diese Operation, die von einer Einheit durchgeführt wurde, der er zuvor kommandierte, demonstrierte die Fähigkeit der Ukraine, mit minimalen Kosten die am besten geschützten und teuersten Objekte des Gegners zu treffen.

### Persönliche Erfahrung und Führungsprinzipien

Neben strategischen Fragen berührte Chmara auch das Thema des Managements militärischer Ressourcen. Zu seinen aktuellen Hauptprioritäten gehören der Schutz logistischer Ketten vor russischen Drohnen, die Ausrüstung der Einheiten mit moderner Technik und die rechtzeitige Lieferung von Ressourcen an die Front.

„Ich habe ein reales Bild davon im Kopf, was eingesetzt wird, was gegen den Feind eingesetzt werden kann und was langfristig am effektivsten sein könnte“, betonte der Minister.

Ein besonderer Schwerpunkt im Interview lag auf den Prinzipien der Interaktion mit dem Personal. Chmara, der Erfahrung im SBU-Spezialeinsatzkommando „Alfa“ hat, hält sich an die Regel: „Schicke niemanden dorthin, wohin du selbst nicht gehen würdest“. Dieses Prinzip wurde zur Grundlage des Vertrauens zwischen Kommando und einfachen Soldaten.

„Wir spielen nach denselben Regeln. Ich vertraue ihnen, und sie vertrauen mir“, unterstrich er. Laut Chmara wissen die Soldaten, dass er sie nie zu einem Risiko auffordern wird, das er selbst nicht eingehen würde. Für ihn ist das Verteidigungsministerium nicht nur eine Verwaltungsbehörde, sondern die nächste Kampfmission, deren Ziel es ist, das Land zu schützen, die Kämpfer zu unterstützen und sich um ihre Familien zu kümmern.

### Kontext des Interviews

Das Interview wurde mit Laura Lumer geführt – einer rechtsextremen Aktivistin und Bloggerin, die für ihre Ansichten und ihre Nähe zum Umfeld des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bekannt ist. Im Verlauf des Gesprächs gab Lumer zu, dass sie lange Zeit nicht die ganze Wahrheit über den russisch-ukrainischen Krieg kannte, was die Bedeutung eines offenen Dialogs für die Bildung eines objektiven Bildes des Konflikts im westlichen Medienraum unterstreicht.