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title: "Athanasius-Tag: Warum man am 18. Juli nicht graben darf und was der „spielende' Mond vorhersagt"
description: "Am 18. Juli ehrt die Orthodoxe Kirche der Ukraine die Erinnerung an den heiligen Athanasios des Athos und die Märtyrerin Agnia. Erfahren Sie, warum man an diesem Tag nicht graben darf und was der „spielende' Mond für die zukünftige Ernte vorhersagt. 🌙🙏"
date: 2026-07-18T12:05:05.000Z
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tags: [pcu, ukraine, orthodoxy, afanasius, traditions]
publisher: "XAB.info"
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# Athanasius-Tag: Warum man am 18. Juli nicht graben darf und was der „spielende' Mond vorhersagt

![Eine ältere Frau entzündet Kerzen in einer Kirche vor einer Ikone der Gottesmutter, was die Gebetstraditionen am Afanasy-Tag symbolisiert, an dem man laut Volksglauben nicht in die Erde graben darf.](https://xab.info/media/2026/07/18/afanasiev-den-18-iyulya-traditsii-i-zaprety/afanasiev-den-18-iyulya-traditsii-i-zaprety-1.webp)

Am Samstag, dem 18. Juli 2026, gedenkt die Orthodoxe Kirche der Ukraine (OKU) zweier Heiliger – des heiligen Athanasios des Athos und der Märtyrerin Agnia (Anna). Durch den Wechsel der ukrainischen Kirche zum neu-julianischen Kalender fiel dieses Datum 13 Tage früher als nach dem alten Stil, wo das Fest auf den 5. Juli entfiel.

### Wofür man an diesem Tag beten sollte

Der Hauptgeehrte dieses Tages ist der heilige Athanasios des Athos. Er ist eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte des östlichen Mönchtums. Geboren in Trapezunt und mit einer hervorragenden Ausbildung in Konstantinopel, verzichtete Athanasios im 10. Jahrhundert auf eine weltliche Karriere zugunsten des monastischen Opfers. Er gründete die Große Laure auf dem heiligen Berg Athos, die heute das größte und einflussreichste Kloster auf der Halbinsel bleibt.

Die zweite Heilige, deren Gedenktag die Gläubigen ehren, ist die Märtyrerin Agnia von Rom. Sie lebte im 4. Jahrhundert, stammte aus einer angesehenen römischen Familie und widmete sich von Jugend an Gott. Als sie sich weigerte, den Sohn eines hochrangigen Beamten zu heiraten, wurde Agnia gefoltert und schließlich für ihren Glauben an Christus enthauptet.

### Volksglauben: Mond, Tau und Ernte

Im Volkskalender ist der 18. Juli als „Athanasius-Tag' oder „Mondfest' bekannt. Die Haupttradition dieses Tages bestand in der Beobachtung des Mondzustands. Bauern glaubten: Wenn der Mond „spielt' – hell leuchtet, schimmert und sich am Himmel zu bewegen scheint – ist dies ein sicheres Zeichen für eine reiche Ernte und einen warmen, trockenen Herbst.

Auch der Zustand der Natur diktierte ihre Vorhersagen:

- Ein üppiger Morgentau an Athanasius kündigte eine reiche Ernte an Gurken und Kürbisgewächsen an.

- Eine gelbliche Färbung der Wolken bei Sonnenuntergang warnte vor baldigem Regen.

- Ein warmer Wind aus dem Süden versprach einen langen Sommer und einen milden Herbst.

Dieser Tag galt als ideale Zeit für das Sammeln von Heilkräutern, da die Volksweisheit besagte, dass die Pflanzen gerade am 18. Juli eine besondere heilende Kraft gewinnen. In einigen Regionen der Ukraine wurde der Tag auch als günstig für Heiratsanträge verehrt: Die Jugend veranstaltete Abendfeiern, und den Heiratsvermittlern wurde empfohlen, genau an diesem Datum ins Haus der Braut zu gehen.

### Verbote und Aberglauben: Was man am 18. Juli nicht tun darf

Obwohl die Kirche an diesem Tag keine strengen Fastenzeiten oder Verbote auferlegt, hat die Volkstradition eine Liste von Einschränkungen bewahrt, an die sich die Vorfahren hielten.

In erster Linie wurde am Athanasius-Tag von schwerer körperlicher Arbeit abgeraten. Es galt als schlechtes Omen, an diesem Tag Erde zu graben, Holz zu hacken oder schwere Lasten zu tragen – das würde das Glück für ein ganzes Jahr aus dem Haus vertreiben.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Verhalten und die Worte gelegt. Streit, Fluchen und das Wünschen von Bösem anderen gegenüber waren verboten. Nach dem Glauben kehren alle negativen Worte, die an diesem Tag gesprochen werden, mit dreifacher Kraft zum Sprecher zurück. Auch sollte man kein Geld leihen, um die finanzielle Stabilität nicht zu gefährden, und Frauen wurde geraten, sich nicht die Haare schneiden zu lassen, um ihr Schicksal nicht zu „verkürzen'.