Washington scheint am Vorabend eines historischen Durchbruchs in den Beziehungen zu Teheran zu stehen. Der US-Vizepräsident JD Vance erklärte in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS News, die USA befänden sich auf der Zielgerade der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Seiner Meinung nach hätten sich die Bedingungen für ein Abkommen, das Amerika sowohl wirtschaftlich als auch strategisch zugutekäme, ideal zusammengefunden.

„Damit der Iran keine Atomwaffen hat'

Vance betonte die langfristige Bedeutung der bevorstehenden Vereinbarungen. Er erklärte, das Ziel sei nicht nur eine vorübergehende Einfrierung des Programms, sondern eine Lösung des Problems für die nächsten Jahrzehnte. „Ich glaube, wir befinden uns in einer Position, in der wir ein Abkommen schließen können... damit meine Kinder, wenn sie erwachsen sind, sagen können: ‚Der Iran wird keine Atomwaffen haben‘', so der Vizepräsident.

Die Fristen für die Umsetzung des Plans sind, nach Ansicht von Vance, an die politische Agenda der USA gebunden. Er äußerte die Zuversicht, dass das Abkommen vor den Zwischenwahlen im November erzielt werden wird. Gleichzeitig gab der Beamte einen weiten Zeitkorridor vor: „Ich denke, wir werden bis zu den Zwischenwahlen viel erfahren... das Abkommen könnte nächste Woche zustande kommen, aber es könnte auch in einigen Monaten geschehen'.

Trump: „Finale Phase' und Vorfall mit einem Hubschrauber

Die optimistische Stimmung im Weißen Haus wird auch von Präsident Donald Trump unterstützt. Bereits am Dienstag erklärte er, die Verhandlungen befänden sich in der „finalen Phase' und das Abkommen könne bereits in „zwei bis drei Tagen' unterzeichnet werden.

Der diplomatische Prozess verläuft jedoch nicht ohne Zwischenfälle. Trump berichtete, dass iranische Streitkräfte einen amerikanischen Apache-Hubschrauber in der Nähe der Straße von Hormabschossen. Laut CNN wurde der Schlag von einem iranischen Drohne vom Typ „Schahed' ausgeführt. Dennoch versuchte der Präsident, einer Eskalation vorzubeugen, indem er in einem Gespräch mit der Zeitung The Wall Street Journal erklärte, der Vorfall sei „kein großes Problem' gewesen und der Pilot des Hubschraubers sei am Leben geblieben.

Trotzdem schwor Trump, dass die USA auf den Angriff reagieren würden. Nun beobachtet die ganze Welt, wie Washington versuchen wird, eine harte Reaktion auf die Provokation mit dem Abschluss der heiklen Verhandlungen über die atomare Zukunft des Irans zu vereinbaren.