Die Ermittlungen zum Anschlag auf das Haus des ukrainischen Geschäftsmanns Wadim Jermolajew in Monaco erreichen eine entscheidende Phase. Der Generalstaatsanwalt des Fürstentums, Stéphane Thibaud, hat öffentlich neue Details zur Untersuchung bekannt gegeben und bestätigt, dass die Festnahme des Verdächtigen in naher Zukunft erfolgen könnte.
Gemeinsame Anstrengungen und Fahndung nach dem Täter
Die Ermittler Monacos haben ihre Kräfte mit französischen Kollegen gebündelt, um den Verantwortlichen für die Explosion zu finden. Laut Stéphane Thibaud wurden erhebliche Ressourcen und Personal für die Ermittlungen eingesetzt, was Hoffnung auf ein baldiges Ergebnis gibt. Der Generalstaatsanwalt vermutet, dass der Flüchtling sich möglicherweise in Italien versteckt hat, doch die offizielle Identifizierung des Täters läuft noch.
Gegenwärtig geben die Behörden keine Informationen über die Existenz von Mittätern oder Auftraggebern des Verdächtigen bekannt. Dennoch berichten Insider der Zeitung Le Figaro, dass sich die Ermittlungen einer Hauptversion nähern: Bei dem Attentat könnte der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) beteiligt sein.
Ziel des Vorfalls: Warnung oder Beseitigung?
Laut anonymen Quellen planten die ukrainischen Geheimdienste möglicherweise nicht die Tötung des Geschäftsmanns, sondern lediglich eine „Warnung“. Diese Version steht im Widerspruch zur Schwere der Folgen, die die Opfer der Explosion erlitten haben.
Der Vorfall ereignete sich am 29. Juni in Monte Carlo. Ein Unbekannter hinterließ einen Rucksack am Eingang eines Wohnhauses und floh. Durch die Explosion wurden drei Personen verletzt: Wadim Jermolajew selbst, seine Frau und sein 13-jähriger Sohn. Der Geschäftsmann aus Dnipro wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Reaktion der Diplomaten und Status der Ermittlungen
Ukrainische Diplomaten haben bereits Kontakt mit der Polizei Monacos aufgenommen, um Details des Vorfalls zu klären. Die offizielle Position Kiiews zu den Ermittlungshypothesen bleibt jedoch vorerst verschwiegen. Die lokalen Behörden setzen die aktive Fahndung nach dem Täter fort und schließen eine baldige Festnahme auf europäischem Boden nicht aus.