Im Jahr 2026 durchläuft das Aufnahmesystem für Masterstudiengänge erhebliche Änderungen. Für bestimmte Kategorien von Bewerbern werden spezielle Bedingungen eingeführt, die den Prozess des Eintritts in Hochschulen vereinfachen sollen. Die neuen Regeln sehen die Möglichkeit vor, Standardprüfungen durch Vorstellungsgespräche zu ersetzen, und eröffnen zudem Perspektiven für den Wechsel von einer vertraglichen Studienform auf einen staatlich finanzierten Platz.
Aufnahmegeografie und verlagerte Universitäten
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Flexibilität bei der Wahl der Bildungseinrichtung. Gemäß der aktualisierten Aufnahmeregelung kann ein Bewerber, wenn eine bestimmte Universität keine Masterausbildung in der gewünschten Fachrichtung anbietet, seine Unterlagen bei jeder verlagerten Universität einreichen. Auch die Aufnahme an Hochschulen in den Oblasten Saporischschja, Nikolajew, Odessa, Sumy, Charkiw oder Tschernihiw ist möglich. Diese Entscheidung zielt darauf ab, den Zugang zu Bildung auch dann zu gewährleisten, wenn traditionelle Bildungszentren möglicherweise nicht verfügbar sind.
Vorstellungsgespräch statt EWI und EPWI
Ein wichtiges Merkmal ist die Möglichkeit, am Auswahlverfahren auf Basis eines Vorstellungsgesprächs teilzunehmen. Für bestimmte Kategorien von Bewerbern können die Ergebnisse eines Vorstellungsgesprächs in einer Fremdsprache und einer fachspezifischen Prüfung die obligatorischen externen unabhängigen Bewertungen (EWI) und die fachlichen Aufnahmeprüfungen (EPWI) ersetzen. Dies ermöglicht eine flexiblere Bewertung der tatsächlichen Kompetenzen des Kandidaten als bei standardisierten Tests.
Es gibt jedoch Nuancen für privilegierte Kategorien. Bewerber aus privilegierten Gruppen, die bereits EWI oder EPWI abgelegt haben, aber die Schwelle „bestanden/nicht bestanden“ nicht erreicht haben, können das Format des Vorstellungsgesprächs ausschließlich bei der Aufnahme auf vertraglicher Basis nutzen. Diese Einschränkung unterstreicht die Wichtigkeit der Vorbereitung auf die Erstprüfungen für diejenigen, die von Anfang an auf staatlich finanzierte Plätze hoffen.
Wechsel vom Vertrag auf einen staatlichen Platz
Das System sieht auch einen Mechanismus der sozialen Unterstützung für bereits eingeschriebene Studierende vor. Nach der Aufnahme auf vertraglicher Basis können bestimmte Kategorien von Studierenden auf freie staatliche Plätze versetzt werden. Die Möglichkeit, eine kostenlose Ausbildung zu erhalten, besteht bei Verfügbarkeit freier Plätze an der Universität. Somit kann ein Student, selbst wenn die ursprüngliche Einschreibung auf kostenpflichtiger Basis erfolgte, unter Einhaltung bestimmter Bedingungen und bei Vorhandensein von Vakanzen auf eine Statusänderung hoffen.
Strategie für die Einreichung der Unterlagen
Anträge auf die Aufnahme an Hochschulen können ab dem 19. Juli eingereicht werden. In diesem Jahr haben Bewerber die Möglichkeit, bis zu 10 Anträge einzureichen, von denen fünf für staatliche Plätze bestimmt sein können. Experten betonen die Wichtigkeit der richtigen Priorisierung: An erster Stelle der Liste sollte die Bildungseinrichtung stehen, an der man am ehesten studieren möchte. Dies ist für die Algorithmen der Platzvergabe von entscheidender Bedeutung.
Berechnung der Aufnahmekosten
Der endgültige Wettbewerbswert setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Er wird beeinflusst von den Ergebnissen des Nationalen Mehrfachfachtests (NMT), den für jede spezifische Fachrichtung festgelegten Gewichtungskoeffizienten sowie zusätzlichen Boni, die bestimmten Kategorien von Bewerbern zustehen. Moderne Bewerber können ihre Chancen selbst berechnen, indem sie verfügbare Rechner und Daten zu Zulassungsschwellenwerten aus vergangenen Jahren nutzen, was eine frühzeitige Planung der Aufnahmestrategie ermöglicht.