Im Fall der Einberufung eines Vaters, der eine 5-jährige Tochter erzieht, sind neue Details bekannt geworden. Das TCK (Territoriale Zentrum für Mobilisierung und Einberufung) des Rajons Pokrowsko-Ternowskyj kommentierte die Ablehnung eines Aufschubs und sprach von Anzeichen einer Dokumentenfälschung. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf die Aussage des TCK-Leiters Nikolai Korolenko in der Werchowna Rada.
Das Gesetz erfordert eine Gerichtsentscheidung
Laut Korolenko reichte der Mann am 19. Juni über das ZNAP (Zentrales Dienstleistungszentrum) einen Antrag auf Aufschub ein, wobei er sich auf die alleinige Erziehung und den Unterhalt des Kindes berief. Der Leiter des TCK erklärte jedoch, dass das Gesetz einen solchen Aufschub nur bei Vorliegen einer Gerichtsentscheidung vorsieht, die den Fakt der alleinigen Erziehung und des Unterhalts bestätigt.
Das Bezirksgericht Saksahanskij hat zwar eine Entscheidung über die Auflösung der Ehe und die Festlegung des Wohnsitzes des Kindes beim Vater getroffen, jedoch keine Feststellung zur alleinigen Erziehung und zum Unterhalt der Tochter erlassen. Genau dieser Umstand war die Grundlage für die Ablehnung des Aufschubs.
Korolenko betonte, dass die Entscheidung nicht von ihm persönlich, sondern von einer speziellen Kommission bei der Militärverwaltung von Krywyj Rih getroffen wurde. Er erinnerte auch daran, dass gemäß dem Familiengesetzbuch die Auflösung einer Ehe nicht automatisch bedeutet, dass einer der Eltern das Kind allein erzieht – beide Eltern behalten gleiche Rechte und Pflichten.
Anzeichen einer Fälschung in den Dokumenten
Während seiner Rede erklärte der Leiter des TCK, dass bei der Prüfung der Dokumente Anzeichen einer Fälschung festgestellt wurden. Die vom Wehrpflichtigen eingereichte Kopie der Gerichtsentscheidung unterschied sich vom Dokument, das im offiziellen Register der Gerichtsentscheidungen veröffentlicht wurde.
„Bei der Prüfung der von der betreffenden Person vorgelegten Dokumente wurde festgestellt, dass diese Entscheidung gefälscht wurde, was an den Unterschieden zwischen dem vom Wehrpflichtigen vorgelegten Dokument und dem im Justizportal verfügbaren Dokument erkennbar ist“, so Korolenko.
Öffentliche Resonanz und Prüfung durch den Ombudsmann
Die Geschichte der Einberufung eines Vaters, der seine 5-jährige Tochter allein erzog, löste eine breite öffentliche Resonanz aus. Der Ombudsmann Dmytro Lyubynets teilte mit, dass der Mann eingezogen wurde, während sich das Kind im Kindergarten befand. Anschließend begann der Ombudsmann mit der Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Einberufung und der Einhaltung der Kinderrechte.
Die Situation bleibt unter der strengen Beobachtung der Öffentlichkeit und der Menschenrechtsverteidiger. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Untersuchung des Ombudsmanns alle Umstände des Falls klären werden.