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title: "Australien führt 2,5%-Steuer auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen ein, die sich weigern, lokalen Medien zu zahlen"
description: "Das australische Parlament hat das Gesetz News Bargaining Incentive verabschiedet, das eine 2,5%-Steuer auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen (Google, Meta, TikTok, Microsoft) einführt, die sich weigern, Vereinbarungen mit lokalen Medien abzuschließen. Der Abzug kann vermieden werden, indem man sich mit mindestens acht Verlegern einigt."
date: 2026-08-23T17:19:09.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/australien-steuer-25-auf-werbung-techriesen-bei-verzicht-auf-zahlung-an-medien
tags: [australia, tech-giants, media-tax, google, meta, news-bargaining, regulation]
publisher: "XAB.info"
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# Australien führt 2,5%-Steuer auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen ein, die sich weigern, lokalen Medien zu zahlen

![Google-Logo auf der Glasfassade eines Bürogebäudes im Zusammenhang mit der 2,5%-Steuer Australiens auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen](https://xab.info/media/2026/08/23/avstraliya-nalog-25-na-reklamu-tehgigantov-za-otkaz-platit-smi/avstraliya-nalog-25-na-reklamu-tehgigantov-za-otkaz-platit-smi-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Das australische Parlament hat das Gesetz News Bargaining Incentive mit einer 2,5%-Steuer auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen bei Verzicht auf Zahlung an lokale Medien verabschiedet
- Unter das Gesetz fallen Meta, Google, TikTok und Microsoft (LinkedIn) bei Werbeeinnahmen über 250 Mio. AUD
- Der Abzug kann vermieden werden, indem Vereinbarungen mit mindestens acht Verlegern geschlossen werden; Ausgaben für die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Medien werden mit einem Faktor von 200 % berücksichtigt

Das australische Parlament hat am Donnerstag das Gesetz *News Bargaining Incentive* verabschiedet, das einen obligatorischen Abzug in Höhe von 2,5 % der Werbeeinnahmen der größten Technologieunternehmen, die auf dem australischen Markt tätig sind, einführt, falls sie sich weigern, kommerzielle Vereinbarungen mit lokalen Verlagen über die Verbreitung von Nachrichteninhalten abzuschließen. Das Dokument zielt darauf ab, den Verlegern die Verluste zu kompensieren, die entstehen, weil Nutzer von direkten Besuchen von Websites zu Such- und Social-Media-Plattformen wechseln, die journalistisches Material ohne Zahlung von Urheberrechts- oder Lizenzabgaben verwenden.

### Ablauf des Abzugs und Anwendungsschwelle

Dem Gesetzestext zufolge fallen unter die neuen Regeln Unternehmen, die gleichzeitig über große Such- oder Social-Media-Dienste in Australien verfügen und deren Werbeeinnahmen 250 Millionen Australische Dollar (etwa 178 Mio. US-Dollar) übersteigen. Für solche Unternehmen, die keine Vereinbarung mit den Verlegern getroffen haben, wird eine Steuer in Höhe von 2,5 % der Werbeeinnahmen festgesetzt. Schätzungen von Analysten zufolge bedeutet dies für die größten Plattformen millionenhöhe Zahlungen jährlich, was den Abschluss kommerzieller Verträge mit Medien wirtschaftlich vorteilhafter macht als die Zahlung des Abzugs.

### Wer von den neuen Regeln betroffen ist

Unter das Gesetz fallen unmittelbar mehrere weltweite Technologie-Riesen: Meta (in Russland als extremistisch eingestuft und verboten), Google, TikTok sowie Microsoft in Form ihres Dienstes LinkedIn (ebenfalls in Russland verboten). Gerade diese Plattformen erzeugen den Hauptverkehr auf Nachrichteninhalte australischer Verlage über Suchergebnisse, Nachrichtenseiten und Aggregatoren. Für kleinere lokale Dienste ist die Schwelle von 250 Mio. AUD in der Regel kein Hindernis, daher lastet die Hauptlast auf den genannten Konzernen.

### Wie die Plattformen den Abzug vermeiden können

Das Gesetz sieht einen „anreizbasierten" Verrechnungsmechanismus vor: Eine Plattform wird vollständig von der Zahlung des 2,5%-Abzugs befreit, wenn sie bis zum Ende ihrer Berichtsperiode Partnerschaftsvereinbarungen mit mindestens acht verschiedenen lokalen Verlegern abschließt. Dabei hat der Gesetzgeber einen differenzierten Verrechnungsfaktor für die Ausgaben eingeführt: Aufwendungen für Geschäfte mit kleinen und mittleren Medien werden mit einem erhöhten Multiplikator von 200 % berücksichtigt, während die Zusammenarbeit mit großen Verlagen einen Verrechnungsbetrag in Höhe von 150 % ergibt. Diese Konstruktion motiviert die Tech-Riesen, die Zahlungen nicht nur auf mehrere große Mediengruppen zu verteilen, sondern auch die Ökosystem regionaler und Nischenverlage zu unterstützen.

### Kontext und Folgen für den Mediamarkt

Das verabschiedete Gesetz setzt die Linie fort, die Australien bereits 2021 eingeleitet hatte, als das Land als erstes der Welt einen sogenannten „antimonopolistischen" Verhaltenskodex für digitale Plattformen (News Media Bargaining Code) einführte, der sie verpflichtet, mit Verlegern über eine Vergütung für die Nutzung von Inhalten zu verhandeln. Das neue *News Bargaining Incentive* stärkt den bisherigen Mechanismus, indem es einen finanziellen „Knüppel" – eine direkte Steuer – hinzufügt, was den Verzicht auf Verhandlungen mit Medien wirtschaftlich unvorteilhaft macht. Experten weisen darauf hin, dass ähnliche Initiativen in der EU, Kanada und einer Reihe von Ozeanienstaaten diskutiert werden, und die australische Erfahrung könnte für weitere regulatorische Entscheidungen im Bereich des digitalen Mediamarkts als Referenz dienen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Australisches Parlament verabschiedet Gesetz über obligatorische 2,5%-Steuer auf Werbeeinnahmen von Tech-Riesen, da diese keine Werbung bei lokalen Medien kaufen](https://www.goha.ru/arlament-avstralii-prinyal-zakon-ob-obyazatelnom-naloge-v-25-na-reklamnye-dohody-tehgigantov-raz-te-ne-zakupayut-reklamu-u-mestnyh-smi-lb2LGm) - Подтверждает ставку 2,5%, порог 250 млн AUD, перечень компаний и механизм зачёта. Полностью согласуется с основным текстом.
- [Für Blogger und Medien wird eine 3%-Steuer auf Werbeeinnahmen eingeführt](https://www.svoboda.org/a/dlya-blogerov-i-smi-vvedut-3-nalog-na-reklamnye-dohody/33206650.html) - Описывает иную инициативу (3% налог для блогеров и СМИ), не связанную с австралийским законом News Bargaining Incentive. В статью не включён.
- [In Australien wurde ein Gesetz über eine Steuer auf Einnahmen von Tech-Riesen wegen des Verzichts auf Zahlung an lokale Medien verabschiedet](https://www.playground.ru/misc/news/v_avstralii_prinyali_zakon_o_naloge_na_dohody_tehnogigantov_za_otkaz_platit_mestnym_smi-1868486) - Подтверждает факт принятия закона и его суть. Конкретная ставка в заголовке не указана, но тема и логика совпадают.

## ❓ FAQ

### Q: Welche Steuer wurde in Australien für Tech-Riesen eingeführt?
**A:** Das Gesetz News Bargaining Incentive setzt einen Abzug in Höhe von 2,5 % der Werbeeinnahmen von Unternehmen fest, deren Umsatz 250 Millionen Australische Dollar übersteigt und die keine Vereinbarungen mit lokalen Verlegern geschlossen haben.

### Q: Welche Unternehmen fallen unter das neue Gesetz?
**A:** Unter die Regeln fallen Meta, Google, TikTok und Microsoft (LinkedIn) – Plattformen mit großen Such- oder Social-Media-Diensten in Australien und Werbeeinnahmen über 250 Mio. AUD.

### Q: Wie können Tech-Riesen die Zahlung des Abzugs vermeiden?
**A:** Eine Plattform wird von der Steuer befreit, wenn sie bis zum Ende der Berichtsperiode Partnerschaftsvereinbarungen mit mindestens acht lokalen Verlegern abschließt. Ausgaben für die Zusammenarbeit mit kleinen und mittleren Medien werden mit einem Faktor von 200 % berücksichtigt, mit großen – 150 %.

### Q: Wann wurde das Gesetz verabschiedet?
**A:** Das australische Parlament hat das Gesetz am Donnerstag (in der aktuellen Woche, Stand 23. August 2026) verabschiedet.