Die russische Fluggesellschaft «Azimut» sieht sich mit einer kritischen Unterdeckung an Flugtreibstoff konfrontiert, was eine reale Gefahr für die Stornierung einer großen Anzahl von Flügen darstellt. Der Fluggesellschaft hat offiziell über den Mangel und den drastischen Preisanstieg geklagt, der den Betrieb von Flugzeugen auf einer Reihe von Strecken wirtschaftlich unrentabel macht.
Preise steigen, Lieferungen sinken
Die Situation auf dem Binnenmarkt Russlands hat sich Anfang des Sommers verschärft. Laut Quellen sind die Einkaufspreise für Flugkerosin im Land seit Anfang Juni im Durchschnitt um 17 % gestiegen. Gleichzeitig haben sich die tatsächlichen Liefermengen im Vergleich zu den vertraglich vereinbarten Mengen um etwa ein Drittel verringert.
Am dramatischsten entwickelt sich die Situation im Süden des Landes. Am Flughafen Machatschkala wurde ein gewaltiger Preissprung für Treibstoff verzeichnet – sofort um 64 %. Die Fluggesellschaft hat bereits gewarnt, dass der Treibstoffmangel zu Flugausfällen auf kaukasischen Strecken führen könnte, die für die Region von zentraler Bedeutung sind.
Höhere Gewalt und logistisches Sackgasse
Anfang des Sommers reduzierte der Haupttreibstofflieferant von «Azimut» die Auslieferungen um 30 %. Die Seite begründete ihr Handeln mit «höherer Gewalt» an mehreren Raffinerien. Die Fluggesellschaft selbst führt den aktuellen Zusammenbruch auf Probleme in der Logistik und Reparaturarbeiten an den Produktionsstätten zurück.
Versuche, alternative Lieferanten zu finden, blieben ergebnislos. Die Anfragen des Unternehmens wurden entweder ignoriert oder es kamen Angebote mit Preisen, die die Markt нормы um ein Vielfaches überstiegen.
Das Paradoxon des russischen Marktes
Die Fluggesellschaft bezeichnete die aktuelle Situation als paradox. Während die Weltmarktpreise für Flugtreibstoff bereits seit drei Monaten hintereinander fallen, verzeichnen sie in Russland einen rapiden Anstieg. Dies erzeugt ein Ungleichgewicht, bei dem der Flugzeugbetrieb unrentabel wird.
Probleme mit Treibstoff in Russland traten vor einigen Monaten auf. Zuvor wurden in Dutzenden Regionen des Landes Einschränkungen beim Verkauf von Benzin und Diesel aufgrund des wachsenden Mangels eingeführt. Die Agentur Reuters berichtete, dass Russland aufgrund des Benzinmangels die Möglichkeit eines Seetransports von Treibstoff erwägt. Der Treibstoffmangel wurde bereits offiziell in der Krim und in einigen Regionen Sibiriens anerkannt.