In Paris, bei der Schwimm-Europameisterschaft 2026, zeigte die ukrainische Nationalmannschaft ein herausragendes Ergebnis in der Disziplin 50 Meter Brust. Im Finale, das zu einem echten Kampf um Medaillen wurde, belegten die ukrainischen Sportler Stepan Babenko und Wladimir Lisowez die vierte bzw. fünfte Stelle. Dieses Ereignis war historisch: Zum ersten Mal seit mehreren Jahren stellte die Ukraine sofort zwei Schwimmer im Finale der Europameisterschaft der Erwachsenen auf dieser Distanz vor.
Der finale Kampf: 0,1 Sekunden vom Podium entfernt
Das Finale bot den Zuschauern einen spannenden Kampf. Stepan Babenko wurde Vierter mit einer Zeit von 26,72 Sekunden und verpasste die Bronzemedaille nur um 0,10 Sekunden. Dritter wurde der Italiener Simone Cerasuolo mit einer Zeit von 26,82 Sekunden (die Zeit entsprach dem Silber, aber er verlor aufgrund zusätzlicher Kriterien). Das Gold der Europameisterschaft gewann ein weiterer Italiener, Nicolò Martinenghi, mit einer Zeit von 26,57 Sekunden. Wladimir Lisowez belegte mit einer Zeit von 26,78 Sekunden den fünften Platz. Beide Ukrainer erreichten ein Ergebnis, das einen neuen nationalen Rekord darstellte.
Historischer Wechsel der Rekorde innerhalb eines Turniers
Besondere Beachtung verdient die Dynamik der ukrainischen Rekorde auf der 50-Meter-Brust-Distanz. Noch im Mai galt das Ergebnis von Stepan Babenko – 27,00 Sekunden – als das beste Ergebnis in der Geschichte des Landes. Doch im Halbfinale der Europameisterschaft schwamm Wladimir Lisowez die Distanz in 26,84 Sekunden, überholte seinen Mannschaftskameraden und stellte einen neuen Rekord auf. Aber im Hauptrennen übernahm Babenko erneut die Führung und zeigte 26,72 Sekunden. Somit wurde der ukrainische Rekord zweimal während eines Turniers gewechselt, und seine Urheber waren zwei Schwimmer, die am Ende gemeinsam in den Top-5 des Finales landeten.
Persönlicher Fortschritt und Emotionen der Sportler
Für Stepan Babenko war dies eine logische Fortsetzung seines raschen Fortschritts. Noch vor einigen Monaten betrug sein nationaler Rekord 27,00 Sekunden, und jetzt hat der Ukrainer bereits die Marke von 26,80 überschritten. Der Sportler gab zu, dass er nicht erwartet hatte, den nationalen Rekord im Finale zu aktualisieren, da er sich vor dem Rennen nicht so wohl fühlte wie im Halbfinale. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Ich habe nicht erwartet, dass es so klappt. Ich bin im Halbfinale geschwommen – ich habe das Wasser viel besser gefühlt und habe mich sehr wohl gefühlt. Und jetzt nicht so sehr, aber das Ergebnis hat sich irgendwie verbessert, ich weiß es nicht', sagte Babenko in einem Kommentar für „Suspilne Sport“.
Lisowez' Blick: Fehler und Erfolge
Wladimir Lisowez merkte an, dass seine eigenen Fehler ihm daran gehindert haben, besser zu performen. Gleichzeitig ist der Schwimmer mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben alles zu 100 % gegeben. Ich sage nicht, dass ich mich sehr wohl gefühlt habe, und ich habe ein paar Fehler gemacht. Es hätte besser sein können, aber wir haben den vierten und fünften Platz – das ist ein sehr gutes Ergebnis', betonte der Ukrainer. Für Lisowez war dies bereits das zweite Finale eines kontinentalen Meisterschafts in seiner Karriere – 2022 belegte er den siebten Platz. Babenko erreichte zum ersten Mal das entscheidende Rennen bei einer Erwachsenen-Europameisterschaft.
Zusätzliche Erfolge der ukrainischen Nationalmannschaft
Bei derselben Meisterschaft stellte noch ein weiterer ukrainischer Schwimmer, Nikita Scheremet, einen Rekord auf, indem er sich erfolgreich für das Halbfinale über 50 Meter Freistil qualifizierte. Dies zeigt, dass die ukrainische Schwimmnationalmannschaft in einer Phase aktiver Entwicklung und Fortschritts ist und hohe Ergebnisse auf der internationalen Bühne zeigt.