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title: "«Banderol» gegen «Schahed»: Russland setzt in Kiew einen neuen Gleitbunker mit einer Reichweite von 500 km ein"
description: "Russland hat in Kiew einen neuen Gleitbunker «Banderol» eingesetzt. Er fliegt 500 km, trägt 150 kg Sprengstoff und enthält Komponenten aus China, Japan und den USA. Experten halten ihn für zu teuer für den Masseneinsatz. 🚀💥"
date: 2026-06-15T12:20:00.000Z
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# «Banderol» gegen «Schahed»: Russland setzt in Kiew einen neuen Gleitbunker mit einer Reichweite von 500 km ein

![Orion-E UAV auf einer Ausstellung: ein Beispiel für moderne unbemannte Systeme, die in Konflikten eingesetzt werden](https://xab.info/media/2026/06/15/banderol-protiv-shakhaed-rossiya-primenila-v-kieve-novyy-barrazhirovushchiy-boeprinas/banderol-protiv-shakhaed-rossiya-primenila-v-kieve-novyy-barrazhirovushchiy-boeprinas-1.webp)

Im Rahmen eines massiven kombinierten Angriffs auf Kiew in der Nacht zum 15. Juni setzten die russischen Streitkräfte eine neue Waffe ein – den Gleitbunker «Banderol». Laut ukrainischem Geheimdienst kann diese Waffe bis zu 150 kg Sprengstoff tragen und eine Distanz von bis zu 500 Kilometern überwinden. Experten bewerten sie als komplexere und teurere Alternative zu den weit verbreiteten Kamikaze-Drohnen.

### Technische Daten und Entwickler

Laut Informationen des Hauptgeheimdienstes (HUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums ist der Entwickler von «Banderol» das sanktionierte Unternehmen «Kronstadt». Der Hauptträger für diese Waffe ist das unbemannte Fluggerät «Orion», das ebenfalls von diesem Unternehmen hergestellt wird. Darüber hinaus laufen Arbeiten zur Anpassung der Rakete für den Start von Kampfhubschraubern vom Typ Mi-28N.

Das Hauptmerkmal von «Banderol» ist ihre Manövrierfähigkeit: Sie kann Kurven mit einem kleineren Radius fliegen als typische russische Marschflugkörper (wie die Kh-101, 3M-14, 9M727 oder Kh-69) und behält dabei die für Marschflugkörper charakteristische Flugbahn bei.

Die technischen Parameter der neuen Waffe sind beeindruckend:

- **Flugreichweite:** bis zu 500 km.

- **Geschwindigkeit:** bis zu 500 km/h.

- **Kampflast:** bis zu 150 kg Sprengstoff.

- **Treibstoff:** Flugzeugkerosin.

### Globale Lieferkette der Komponenten

Die Analyse der Konstruktion der Waffe durch Experten des HUR ergab die Verwendung einer großen Anzahl ausländischer Komponenten. Insbesondere ist in der «Banderol» ein Strahltriebwerk Swiwin SW800Pro chinesischer Herstellung verbaut. Außerdem wurden Akkumulatoren von Murata aus Japan und Servoantriebe Dynamixel MX-64AR des südkoreanischen Unternehmens Robotis festgestellt. Insgesamt wurden fast zwei Dutzend Mikrochips entdeckt, die in den USA, China, der Schweiz, Japan und Südkorea produziert wurden.

### Meinung der Experten: Vor- und Nachteile

Der Luftfahrtexperte Konstantin Krivolap betonte in einem Kommentar an RBC-Ukraine, dass der Hauptvorteil von «Banderol» ihre hohe Geschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Drohnen sei. Diese Eigenschaft ermöglicht es der Waffe theoretisch, die ukrainische Luftverteidigung punktuell zu durchbrechen.

Der Experte bewertet jedoch die Aussichten für den massiven Einsatz dieser Waffe skeptisch. Nach seinen Worten ist «Banderol» etwa dreimal teurer als die Kamikaze-Drohne «Schahed», was dem aktuellen Trend zu «viel und billig» widerspricht. Darüber hinaus wird die Waffe aufgrund ihrer großen Abmessungen zu einem bequemen Ziel für Kampfflugzeuge und Flugabwehrsysteme.

«Diese Waffe hat recht begrenzte Einsatzmöglichkeiten. Für ihren Start muss ein Hubschrauber oder ein UAV vom Typ «Orlan» in die Luft gehoben werden, was den Prozess weniger komfortabel macht», betonte Krivolap.

### Kontext des Angriffs auf Kiew

Der Einsatz von «Banderol» erfolgte im Rahmen eines großangelegten Angriffs, bei dem Russland mehr als 680 Mittel zur Zerstörung einsetzte. Im Arsenal der Angreifer befanden sich Hyperschallraketen «Zirkon», ballistische «Iskander», Marschflugkörper und Hunderte von Drohnen verschiedener Typen. Die ukrainische Luftverteidigung konnte 632 Luftziele zerstören oder unterdrücken.

Als Folge des Angriffs wurden Schäden in 10 Stadtbezirken der Hauptstadt festgestellt. Nach den neuesten Angaben starben fünf Menschen, mehr als 30 wurden verletzt.